Vorladungen/Anhörungsbögen an die gekesselten von 2011

Momentan erhalten viele Menschen, die am 12. März 2011 ihren Unmut über einem Aufzug fundamentalistischer Christen*innen in der Münsteraner Innenstadt kundtaten, Vorladungen oder Anhörungsbögen der Polizei. Vorgeworfen wird den Beschuldigten ein Verstoß gegen mehrere Paragraphen des Versammlungsgesetzes.

Besonders perfide ist hierbei, dass auf Betreiben der Staatsanwaltschaft (StA) Münster der folgende Passus aufgeführt wird:

Durch Anschreiben der Staatsanwaltschaft Münster soll ich sie explizit darauf hinweisen, dass nur im Falle einer geständigen Einlassung eine – ggf. sanktionslose- Einstellung des Verfahrens in Betracht gezogen werden könnte“.

Wir raten weiterhin allen Betroffenen keine Aussagen oder Einlassungen zu tätigen. Zum Einem handelt es sich hierbei um keine Garantie, dass eine Straffreiheit gewehrt wird und zum anderen ist völlig unklar was überhaupt gestanden werden soll. Schließlich werden die §§21-28 Versammlungsgesetz als Tatvorwurf benannt.

Darüber hinaus zeigen die über 100 Verfahren aus dem Jahre 2009, dass es alles andere als klar ist, dass es sich bei dem Vorwurf tatsächlich um eine Straftat handelt. Zwei richtungsweisende Entscheidungen des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm besagen, dass im Rahmen der Proteste 2009 keine Versammlungssprengung (§21 VersammG) begangen wurde. Während das
Amtsgericht (AG) Münster diese Rechtsauffassung mittlerweile zu teilen scheint, legt die StA weiterhin einen überzogenen Verfolgungswillen an den Tag.

Über die Intention der StA – bei Vorladungen den oben aufgeführten Passus vorzutragen – lässt sich nur spekulieren. Eines wird jedoch deutlich, ein unhaltbarer Verfolgungswille scheint weiterhin zu bestehen. Eine Intention könnte auf eine Spaltung der Betroffenen abzielen oder die Einlassungen dienen lediglich zur Untermauerung der Vorwürfe der StA. Unser Ziel sollte weiterhin sein, den Strafverfolgungsbehörden in die Suppe zu spucken.

Darüber hinaus sei erwähnt, dass wenn ein Verfahren rechtskräftig abgeschlossen ist (das kann auch eine Einstellung sein) ihr eventuell als Zeug*innen gegen andere Beschuldigte benannt werden könnt und dann verpflichtet seit Aussagen zu tätigen oder andernfalls mit Strafen zu rechnen habt. Solange ihr selbst von dem Verfahren betroffen seit habt ihr das Recht alle Aussagen zu verweigern und solltet daher weder Vorladungen folge leisten noch Anhörungsbögen ausfüllen.

Es gilt daher weiterhin

Anna & Arthur haltens Maul!!!
Keine Zusammenarbeit mit Bullen & Justiz

Betroffene werden gebeten sich bei der Schwarz-Roten-Hilfe MS (srh_muenster (@) yahoo.de) zu melden.

Beitrag bei Kontraste

Am 14.04. lief abends auf der ARD bei „Kontraste“ u.a. ein Beitrag über selbsternannte „Lebensschützer“. Der Beitrag handelt hauptsächlich vom „Lebenszentrum“ in München um Wolfgang Hering und die Praktiken der Abtreibungsgegner_innen vor einer Klinik in München. Hering kommt zu dem grandiosen Schluss, dass Schwangerschaftsabbrüche vergleichbar damit seien, wenn Menschen ihre Untermieter erschießen würden. Alles in allem ein sehr guter Beitrag (nicht umsonst hat kreuz.net die Moderatorin direkt als „Gauleiterin des Holocausts“ beschimpft), der auch auf die jährlichen Aufmärsche in Münster eingeht.

http://www.youtube.com/v/5kUkWerA11A?hl=de&fs=1

Wende im Amtsgericht

Voller Erfolg für das Versammlungsrecht von Gegendemonstrant_innen

Erneut gab es ein Verfahren gegen 5 Angeklagte vor dem Amtsgericht Münster mit dem Vorwurf der Versammlungssprengung. Entgegen der bisherigen Amtsgerichtslinie entschied sich der Richter dazu, alle Angeklagten freizusprechen, da er keine „grobe Störung“ der Gegendemonstration gegen den „1000Kreuze Marsch 2009“ ausmachen konnte.

Zwei Tage zog sich der Prozess gegen die 5 Angeklagten. Bereits zu Anfang machte der Richter deutlich, dass zu einer „groben Störung“ Gewalttaten oder gewaltähnliche Situationen gehören und er skeptisch sei, ob diese am 14.03.2009 stattgefunden hätten.

Am ersten Verhandlungstag am 14.04. wurde 3 Stunden lang darüber diskutiert, ob das angefertigte Polizeivideo rechtswidrig erstellt wurde und somit aus dem Verfahren ausgeschlossen werden muss. Nach Vernehmung der Polizeizeugen und den Zwischenplädoyers der Anwält_innen entschied der Richter, dass das Video ab der ersten Auflösungsverfügung der Gegendemonstration zu Lasten der Angeklagten als Beweis dienen kann. Der Teil vor der Auflösungsverfügung durfte nur zur Entlastung der Angeklagten geschaut werden. Damit war der erste Prozesstag gut gefüllt und der Prozess wurde auf den 19.04. vertagt.

Der zweite Verhandlungstag bestand vor allem aus der Sichtung des ca. 1,5 Stunden langen Polizeivideos. Den Antrag der Verteidiger_innen auf Ortsbesichtigung lehnte der Richter wegen Irrelevanz ab. Er stellte nach Inaugenscheinnahme des Videos fest, dass die ganze Zeit über Teile der Straße und der komplette Gehweg frei und passierbar – auch für Kreuzträger_innen – war.

Dieser Erkenntnis konnte sich auch der Staatsanwalt nicht entziehen. Zudem musste er das Urteil des OLG – Hamm vom 17.02.2011 (III – 4 Rvs 12/11 OLG -Hamm) berücksichtigen, welches eine Versammlungssprengung durch eine Blockade deutlich als „unüberwindbare Sperre“ definiert hat. Folgerichtig forderte der Staatsanwalt ebenso wie die Verteidiger_innen Freisprüche für alle Angeklagten, die am Ende des Prozesses auch gesprochen wurden. In allen vorherigen Prozessen vertraten die Richter_innen die Meinung, dass viele Menschen auf der Straße – die zudem Parolen rufen – eine „grobe Störung“ und somit eine Straftat begehen. Ermittlungen fanden kaum statt, die Urteile waren teilweise schon vor Prozessbeginn fertig formuliert.

Dies ist eine Kehrtwende seitens des Amtsgerichts, da bisher lediglich diejenigen freigesprochen wurden, die nicht auf dem Polizeivideo entdeckt werden konnten. Da es der erste Prozess nach dem OLG Urteil war, bleibt zu hoffen, dass dies die neue Linie des Amtsgerichts darstellt. Abzuwarten bleibt dennoch, ob die Staatsanwaltschaft in Berufung geht und wie die Berufungsverfahren vor dem Landgericht ausgehen werden. Den heutigen Tag feiern wir jedoch als Erfolg.

Erste Vorladungen zur Polente wegen Anti-1000-Kreuze 2011

Liebe Leute!

Inzwischen sind die ersten Menschen wegen der diesjährigen Proteste gegen das 1000-Kreuze-Spektakels von der Polizei vorgeladen worden. Inwieweit alle in den drei Kesseln befindlichen Leute nun Post bekommen (haben) ist bisher nicht ersichtlich.

in jedem Fall möchten wir an dieser Stelle noch einmal dringend darauf hinweisen, das ihr da nicht hingehen müsst, und das auch auf keinem Fall tun solltet! Egal was diese Schreiben der Polizei auch
suggerieren: Ihr seid in keiner Weise dazu verpflichtet dort hinzugehen und dies kann und darf Euch auch nicht zu Eurem Nachteil ausgelegt werden! Polizeiliche Vorladungen nützen einzig und allein der Polizei, die auf diesem Weg an Informationen kommen möchte. Sollten Leute dennoch zu diesen Vorladungsterminen gegangen sein und Aussagen gemacht haben, sollten sie sich möglichst bald mit der Schwarz-Roten-Hilfe in Verbindung setzen, um eventuell entstandenen Schaden zu begrenzen.

Eure Schwarz-Rote-Hilfe Münster

c/o Edition Assemblage
Hafenweg 31
48155 Münster
Sprechstunde am 1. Montag im Monat von 20-21 Uhr

oder per mail: srh_muenster (@) yahoo.de – ohne Leerzeichen u. Klammern

http://schwarzrotehilfe.blogsport.de

Fundamentalistische Christ_innen abschirmen!

Für den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper – Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch!

Zum wiederholten Mal wollen am 12. März 2011 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen ab 14.30 Uhr unter dem Motto „1000Kreuze für das Leben“ durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen (übrigens eine Zahl, die laut des statistischen Bundesamtes weit übertrieben ist). Bereits in den letzten 2 Jahren organisierte sich vielfältiger Protest gegen diese Prozession und auch in diesem Jahr soll jene aus den folgenden Gründen reaktionäre Position nicht unwidersprochen bleiben.

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Soliwochenende in Bremen

In Bremen gibt es am 04./05. März ein Soliwochenende für die Münsteraner und Bremer Prozesskosten.

Start ist Freitag 20h mit dem münsteraner Vortrag zu 1000 Kreuze Märschen im Infoladen HB.
Samstag geht es im Sielwallhaus weiter:
ab 15h „Solidarität isst eine Waffel“ Kaffee, Tee, Kuchen
16h Vortrag „trans* – transphobie – trans*support“ mit Leuten von „w.i.r. – linksradikale Trans*Vernetzung NRW
und ab 22h „Criminal Queer Party“ mit Sekt und DJ’s – Come as criminal as you can (dress up)

Soli-Gender-Terror in Mülheim

Am Freitag, dem 4. März, wird die Genderterror wieder die Pforten im AZ öffnen.

Du bist lebisch, schwul, bisexuell, im fortschrittlichen Sinne pervers oder asexuell orientiert? Du definierst Dich als trans*, intersexuell/-geschlechtlich und/oder als Teil der Queer-Community? Dann bist Du hier richtig! Pack Deine Freund_innen ein und rocke die Nacht zu einer gewohnt guten Mischung aus indiedüsterelektroalternativerockpunkpop.

Der Eintritt ist diesmal mit 2,- Euro etwas teurer. Dafür gehen die gesamten Einnahmen (abzüglich des Anteils, der ans AZ geht) nach Münster, um die Repressionskosten der Gegner_innen des christlich-fundamentalistischen “1000-Kreuze-Marsches” bezahlen zu können. Weitere Informationen zu den homophoben und sexistischen Christ_innen und den Verfahren gegen die Queer-Aktivist_innen findet Ihr auf http://gegen1000kreuze.blogsport.de.

Sexismus, Homo- & Transphobie, Mackertum, Rassismus, Antisemitismus und andere ausgrenzende Scheiße hat bei uns (und überall) nichts zu suchen. Sollte Euch trotzdem solch ein Verhalten auffallen oder betreffen, wendet Euch an die Leute hinter der Kasse oder der Theke. Dort werdet Ihr Unterstützung finden!

Vormerken könnt Ihr Euch schon mal den 25. März, an dem die Genderterror Euch ein Konzert mit Respect my Fist und Shoyu Squad präsentieren wird. Weitere Infos folgen.

Genderterror: 4.3.2011
Start: 22 Uhr
Eintritt: 2,-
Ort: AZ Mülheim
http://genderterror.de

PM: Alle Jahre wieder…


*1000Kreuze Marsch wird auch dieses Jahr nicht unbehelligt durch die Stadt ziehen können*

Am Montag veröffentlichte EuroProLife den 12.03.2011 als Termin für den diesjährigen 1000 Kreuze Marsch in Münster.
Das Bündnis „Gegen 1000 Kreuze“ reagierte sofort und kündigte unter dem Motto „Fundamentalistische Christ_innen ‚abschirmen‘ – Kreative Störaktionen gegen den 1000Kreuze Marsch“ Proteste an.

Seit 2006 findet der Marsch  von EuroProLife neben München und Fulda u.a. auch in Münster statt.
Bereits 2009 und 2010 trafen die Kreuzträger_innen auf Protestierende die laut ihren Unmut gegen das von ihnen geforderte komplette Verbot von Schwangerschatsabbrüchen deutlich machten. „EuroProLife geht es nicht nur um Schwangerschaftsabbrüche, sie sehen auch Verhütung und Homosexualität und jedes andere von ihrer Norm abweichende Verhalten als nicht mit der Bibel vereinbar und daher bekämpfenswert an. Diese mittelalterlichen Positionen gehören in den Geschichtsunterricht, aber nicht auf die Straße,“ so Rita Tramm, Sprecherin des Bündnisses.
Immer wieder lockt die als Prozession (Gebetszug) getarnte Demonstration auch Neonazis an. 2010 nahm beispielsweise der damalige Bezirksbeauftragte der JN (Jungen Nationaldemokraten) des Münsterlandes Marcel Huesmann mit seinen Kameraden teil. Tramm: „Verwunderlich ist die Beteiligung von Neonazis nur auf den ersten Blick, sind doch die Avancen nach rechts außen seitens der selbsternannten ‚Lebensschützer‘ ziemlich deutlich. Sowohl in ihrer sehr rigiden Sexualmoral, als auch in ihrem sehr konservativen Rollenverständnis.“ Auch personell gibt es durchaus Anknüpfungspunkte. 2009 war Klaus Günter Annen ein willkommener Gast von Anmelder Wolfgang Hering und Co. Annen ist seit Jahren bekannt für seine Anti-Abtreibungs-Proteste vor Kliniken. Er erhielt mehrere Anzeigen wegen Beleidigung, weil er Ärzten und Frauen vorwirft sich am „Babycaust“ zu beteiligen. Auf der gleichnamigen Homepage (Babycaust.de) stellt er heraus, dass er Abtreibungen für die „Steigerungsform der grausamen Verbrechen“ des Holocausts hält. Er schreibt unter anderem für kreuz.net – ein Opus Dei nahestehendes Onlineportal – und die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit. Auch Felizitas Küble, Leiterin des Christopheruswerkes Münster und ehemalige Betreiberin des fundamentalistischen, ebenfalls in Münster ansässigen „Komm-Mit Verlages“, jährliche Teilnehmerin des 1000Kreuze Marsches, ist Autorin der JF.
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OLG Hamm hebt Urteil auf

In einem Revisionsverfahren hat das Oberlandesgericht Hamm eine Verurteilung im 1000 Kreuze Verfahren wieder aufgehoben und zurück an das Amtsgericht Münster verwiesen.

Das OLG schloss sich dabei dem Aufhebungsantrag der Generalstaatsanwaltschaft an. Dieses rügte das Amtsgerichtsurteil, „weil es Beweisgründe und Beweiswürdigung vermissen lässt.“ Des Weiteren folgt es der Argumentation, dass eine „grobe Störung“ erst „bei einer Bildung einer unüberwindbaren Sperre bzw. Blockade von nicht unerheblicher Dauer“ vorliegt. Keine „grobe Störung“ bestehe, „wenn der Aufzug die Sperre ohne weiteres umgehen kann.“ Wir sehen zwischen einer „unüberwindbaren Sperre“ und „ohne weiteres umgehen können“ zwar zahlreiche Abstufungen, aber das OLG scheint nur schwarz und weiß zu kennen. Das Verfahren wird nun vor dem Amtsgericht Münster erneut verhandelt, die Beweise erneut gesichtet, die Zeugen erneut gehört. Vielleicht kommt der oder die neue Richter_in ja dieses mal auf die Idee das Urteil auch zu begründen.

In der Zwischenzeit warten wir weiterhin auf einen Landgerichtstermin, dass der ursprüngliche vertagt wurde, ist mittlerweile 3 Monate her und der betreffende Angeklagte ist nicht der Einzige, der in Berufung gegangen ist. Wenn die Taktik Aussitzen heißt, werden wir das trainiertere Sitzfleisch haben!

München: 35 vorläufig Festgenomme bei „1000 Kreuze Marsch“

geklaut von:
http://de.indymedia.org/2010/10/293280.shtml

Heute (30.10.2010) marschierten etwa 250 fundamentalistische Christ*innen und Mitglieder rechtsgerichteter Organisationen im Rahmen des „1000 Kreuze Marsch“ durch München. Dabei wollten sie ihre Forderungen nach einem Abtreibungsverbot propagieren.

Etwa 100 Gegendemonstrant*innen blockierten bereits am Ort der Auftaktkundgebung (Beginn 14:30 Uhr, Sendlinger Tor) durch Tanzen, lautes Singen und feministische Sprechchöre die reaktionäre Veranstaltung. Vor dem Marsch wurde eine Anarchiefahne gehisst und ein umgedrehtes Kreuz der Christ*innen mit Lufschlangen behängt. Mit massiver Polizeipräsenz wurde der Marsch durchgesetzt, jedoch weiterhin mit Sprechchören, Klatschen, Tanzen und guter Stimmung begleitet. (mehr…)

1000 Kreuze auf den Sperrmüll

Am 30.10. findet der jährliche 1000Kreuze Marsch in München statt.
Ein kurzes Video zum Einstimmen:

http://www.youtube.com/v/9S3T3oylkDc?fs=1&hl=de_DE

Infos um die Proteste findet ihr wie immer auf den Seiten des Antisexistischen Aktionsbündnisses München.

Landgerichtstermin verschoben!

Der anstehende Berufungstermin vor dem Landgericht am 22.09.2010 ist seitens des Gerichts wegen Krankheit auf unbekannt verschoben worden. Kein anderes Berufungsverfahren ist bisher termininiert.

Das heißt auch, dass alle für den Tag geplanten Proteste ausfallen!

1000 Kreuze in die Spree

Same procedure as always: Christliche Fundamentalist_innen marschieren jedes Jahr nicht nur nach Münster, sondern unter anderem auch immer im September nach Berlin. So auch in diesem, am 18. September wollen sie erneut ihr Unwesen treiben. Dagegen mobilisieren verschiedene Gruppen. Genaue Infos findet ihr unter http://no218nofundis.wordpress.com/

Wir veröffentlichen außerdem an dieser Stelle den Aufruf:

Abtreibungsverbote abschaffen – Gegen christlichen Fundamentalismus
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Offener Brief an die Staatsanwaltschaft Münster veröffentlicht

Heute wurde ein Offener Brief an die Staatsanwaltschaft Münster veröffentlicht. Denn Brief selbst, findet ihr hier: Offener Brief – 08/2010 (evtl. Rechtsklick, Ziel speichern unter…). Die Erstunterzeichner_innen stehen weiter unten. Wenn ihr den Offenen Brief auch gut und unterstützenswert findet, dann meldet euch unter repression-14-maerz@gmx.de.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle ebenfalls die dazugehörige Pressemitteilung:

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Bundesweite Pressemitteilung vom 24.08.2010

Spontane Proteste kriminalisiert

Der spontane Protest gegen christliche Fundamentalist_innen vom letzten Jahr verstößt gegen das Versammlungsgesetz und ist damit strafbar. Dies meinen zumindest Staatsanwaltschaft und Gericht in Münster. Erster Landgerichtstermin am 22.09.

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Jungle World über Demonstrationsfreiheit von Abtreibungsgegner_innen

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts darf vor Kliniken gegen Schwangerschaftsabbrüche demonstriert werden. In Münster werden derzeit diejenigen kriminalisiert, die gegen die antifeministischen »Lebensschützer« auf die Straße gehen.

In der Jungle World vom 29.07. berichtet Matthiar Lehnert über das BVerfG-Urteil, nachdem vor Kliniken gegen Schwangerschaftsabbrüche demonstriert werden darf. Er geht dabei auch ausführlich auf die Repression gegen die Gegendemonstrant_innen gegen den 1000Kreuze-Marsch in Münster 2009 ein. Den kompletten Artikel findet ihr hier (klick).

Erneuter Freispruch im Jugendgericht

Am Montag dem 12.07.2010 fand einer der letzten Jugendprozesse statt. Der Angeklagte wurde sowohl von dem Vorwurf der Versammlungssprengung, als auch von dem Vorwurf eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben, freigesprochen.
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Veranstaltung: Was haben „1000Kreuze für das Leben“-Märsche in Münster mit dem Versammlungsrecht in eurer Stadt zu tun?

Es ist endlich soweit: Es gibt eine Veranstaltung zu den ganzen juristischen Tiefschlägen in Münster um den 1000 Kreuze Marsch 2009 und zu der Entwicklung des Versammlungsrechts bundesweit gesehen, die auf Tour gehen will. Falls ihr die Veranstaltung gerne auch bei euch in der Stadt haben möchtet, so schreibt uns eine Mail, wir finden sicher einen Termin. In Berlin, Bielefeld, Bremen und Münster wir die Veranstaltung in jedem Fall in der nächsten Zeit zu sehen sein. Weitere Städte sind geplant.

Hier der vorläufige Ankündigungstext: … (mehr…)

Geschützt: O.B. (intern)

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Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:

Die Aktivitäten der evangelikalen Bewegung innerhalb der BRD

Text der Gruppe gr*i*p

gr*i*p (group in progress) ist eine Veranstaltungsgruppe mit queer-feministischem Anspruch. Wir sind weiblich sozialisierte Personen, die sich zusammen getan haben, um in Hamburg kulturelle und politische Veranstaltungen zu organisieren. Damit möchten wir der geschlechtsspezifischen Rollenverteilung und dem Heterosexismus innerhalb und außerhalb der linken Subkultur emanzipatorische Theorie und Praxis entgegensetzen. In progress meint, dass wir uns weiterentwickeln wollen, indem wir auch unsere eigenen Inhalte reflektieren.
http://www.myspace.com/gr.i.p

Einleitung
Der folgende Text basiert auf der ersten Veranstaltung von gr*i*p, die im Januar 2010 in der roten Flora unter dem Motto „Post-Anti-Weihnachtsabend“ stattfand. Sich kritisch allgemein mit Religion auseinanderzusetzen ist nicht Gegenstand dieses Textes, aber durchaus notwendig, um das reaktionäre, häufig antiemanzipatorische Potential von Religion insgesamt sichtbar zu machen und sich dem kritisch entgegenzustellen. Hier soll es jedoch darum gehen, aufzudecken an welchen Stellen Christ_innen aktiv Politik machen und so gesellschaftlich Einfluss nehmen. Im Fokus stehen die Aktivitäten der evangelikalen Bewegung innerhalb Deutschlands.
Bezüglich unserer Recherche ist zu sagen, dass wir uns vor allem auf Informationen aus dem Internet beziehen, weniger auf wissenschaftliche Publikationen.
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Christival – Prozesse in Bremen

In Bremen findet am 10.06. der zweite Prozesstermin gegen den Polizeieinsatz während des Christivals 2008 statt. Damals verhinderte die Polizei mit Faust- und Schalgstockeinsatz eine kritische Protestaktion. Die Demonstration startet um 18h am Marktplatz in Bremen.
Hier findet ihr den Flyer zur Demonstration.

Weitere Infos sind unter Antirep25 zu finden.

Prozesserklärung 29.04.

Wir dokumentieren an dieser Stelle die heute im Gericht verlesene Prozesserklärung eines Angeklagten:

Ich erkläre hiermit, dass ich am 14. März 2009 gegen die christlich fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen meine politische Meinung öffentlich und in unmissverständlicher Form geäußert habe.
 
Ich bereue diese Handlung in keinster Weise und werde mich daher auch nicht davon distanzieren oder dafür entschuldigen. Im Gegenteil – ich finde es auch im Nachhinein richtig. Aufgrund der Positionen, die die Abtreibungsgegner_innen vertreten, halte ich es für notwendig, diese nicht unwidersprochen zu lassen.
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Prozessmarathon geht weiter

Über 40 Hauptverhandlungen wurden mittlerweile geführt. Mehr als 20 davon vertagt, weil die Polizei/die Staatsanwaltschaft/das Gericht nicht in der Lage waren ihre Arbeit zu erledigen: Beweise für oder gegen die Angeklagten VOR dem Prozess zu sammeln und danach auch den Akten beizulegen. Wie sich in einem Rechtsstaat verteidigt werden soll, wenn nicht alle Beweise zu den Akten gelegt werden, konnte bisher noch niemand erklären. Immerhin kam es dann diese Woche mal zu Verhandlungen und Urteilen.
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Piusbruderaufmarsch gegen Abtreibung in Freiburg

„Lebensschutz“ haben sich nicht nur die EuroProLifer_innen auf die Fahnen geschrieben, sondern auch die ganz weit rechts stehende Piusbruderschaft. Zum wiederholten Mal wollen sie am 26.03. in Freiburg aufmarschieren. Auch da hat sich ein Bündnis [link] gebildet, was diesen reaktionären Aufmarsch nicht einfach laufen lassen will.

Hier der Aufruf:

Gegen die Piusbrüder und ihre mittelalterliche Ideologie!
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PM: Ermittlung findet im Gericht statt

Gegen RepressionHeute (18 März 2010) fand ein weiterer Prozess gegen eine angeblich Beteiligte der Gegenproteste gegen den Aufmarsch fundamentalistischer Abtreibungsgegner am 14. März 2009 statt. Die Verhandlung wurde vertagt, weil trotz Antrag des Gerichts selber die in den Prozessakten vermerkten Polizeivideos nicht vorlagen.
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Flop für „1000 Kreuze“ – Erfolgreiche Gegendemonstration für das Selbstbestimmungsrecht der Frau

Am Samstag, den 13. März versammelten sich rund 200 Demonstrant_innen für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht der Frau am Rathaus und auf dem Domplatz. Anlass war ein angekündigter „1000 Kreuze Marsch“ der evangelikalen Organisation „EuroProLife“, die mehrmals im Jahr derartige Märsche „gegen Abtreibung“ in verschiedenen Städten Deutschlands durchführt. Den Gegendemonstrant_innen gelang es, den christlich-fundamentalistischen Marsch über die gesamte Strecke kritisch und vielfältig kreativ in einem Ausmaß zu begleiten, dass von den selbst ernannnten nur knapp 100 „Lebensschützer_innen“ stellenweise kaum noch etwas zu sehen und zu hören war. Mit ausschlaggebend hierfür war auch, dass sich die Anzahl der marschierenden „Lebensschützer_innen“ im Vergleich zum letzten Jahr halbiert hatte.

Vielfältiger Protest
am Roggenmarkt
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13.03.10: nächster 1000 Kreuze Marsch

Für den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper – Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch!

Zum wiederholten Mal wollen am 13. März 2010 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen ab 15:30Uhr unter dem Motto „1000Kreuze für das Leben“ vom Domplatz aus durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen (übrigens eine Zahl, die laut des statistischen Bundesamtes weit übertrieben ist). Bereits im letzten Jahr organisierte sich vielfältiger Protest gegen diese Prozession und auch in diesem Jahr soll jene aus den folgenden Gründen reaktionäre Position nicht unwidersprochen bleiben.
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04.03.2010: 1x Freispruch 3x Einstellung ohne Auflagen

Am Donnerstag, den 04.03. fanden erneut Prozesse vor dem Amtsgericht Münster gegen die GegendemonstrantInnen des 1000Kreuze Marsches vom März letzten Jahres statt. Der Vorwurf lautete erneut: Versammlungssprengung.
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Vorverurteilung vor Gericht ?!

Prozess gegen die KritikerInnen des 1000-Kreuze-Marsches musste vertagt werden, da das Gericht völlig unerwartet keine ZeugInnen geladen hatte.

Der erste Prozesstag:
Am Dienstag, den 02.03.2010 wurde vor dem Amtsgericht Münster einer der ersten Prozesse nach Erwachsenenstrafrecht eröffnet.
Wie geplant kamen zahlreiche Menschen aus verschiedenen Städten um die Angeklagten mit ihrer Solidarität und Anwesenheit zu unterstützen, die Öffentlichkeit über ihre Motivation, gegen die 1000 Kreuze Märsche Position zu beziehen, zu informieren und das unverhältnismäßig harsche, juristische Vorgehen gegen die Angeklagten zu kritisieren.
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Die Prozesse beginnen – erste Verhandlung nach Erwachsenenstrafrecht

Im März 2009 demonstrierte die Organisation EuroProLife mit zahlreichen AnhängerInnen gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen auf den Abbruch einer Schwangerschaft. Vertreten wurden zusätzlich unter anderem den NS relativierende Positionen, wonach durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche „schlimmer“ seien als die Vernichtung des europäischen Judentums. Insgesamt lassen sich in dieser Organisation und dem Dunstkreis der AnhängerInnen reaktionäre, frauenverachtende, homophobe, antisemitische und rassistische Einstellungen ausmachen (für eine genauere Beschreibung siehe Flyer unter „Material“).
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Vorbereitungstreffen gegen erneuten 1000 Kreuze Marsch

Erneut wollen fundamentalistische Christ_innen mit weißen Holzkreuzen am 13. März durch Münster marschieren um ihrem reaktionären Menschen- und besonders Frauenbild Ausdruck zu verleihen (http://europrolife.com/147-0-News.html). Immer wieder versuchen evangelikale Gruppen (nicht nur) in Deutschland rechtlich gegen Abtreibungen, Homoehe und andere in ihren Augen unchristliche Machenschaften vorzugehen. Leider gewinnen sie immer mehr an Einfluss.
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Veranstaltung: abortion democracy (Film + Diskussion)

Dienstag 12.01.2010, 19:00 Uhr, cinema münster, warendorfer straße 45-47

Sarah Diehls Dokumentarfilm vergleicht die politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen bzgl. des Schwangerschaftsabbruchs in Polen und Südafrika.
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18.12., 19 Uhr, Baracke: Soliversteigerung

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Offener Brief ans Bistum Münster

Warum gestattet das Bistum Münster einer Organisation mit rechtsextremen Tönen die Nutzung der Aegidiikirche? – Offener Brief an Herrn Dr. Genn, Bischof von Münster, mit einer Kopie des Briefes an die regionale und überregionale Presse und an kirchliche und soziale Einrichtungen
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Flyer veröffentlicht

Wir haben einen Flyer zu unserer Kritik an Euro-Pro-Life und dem 1000-Kreuze-Marsch veröffentlicht. Er kann unter dem Reiter „Materialien“ in zwei PDF-Dateien heruntergeladen und vervielfältigt werden.

Protest gegen christliche Fundamentalisten hat ein Nachspiel

In den letzten Wochen erhielten knapp 110 Personen eine Mitteilung, dass ein Ermittlungsverfahren wegen vermeintlicher Versammlungssprengung gegen sie eingeleitet wurde. Hintergrund dieser Verfahren ist eine christlich-fundamentalistische Demonstration in Münster am 14. März unter dem Titel „Helfer für Gottes kostbare Kinder“. Inhaltlich richtete sich die Demonstration gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und damit für die Aufrechterhaltung einer patriarchalen Gesellschaftsordnung. Diese Position sollte nicht unwidersprochen im öffentlichem Raum stehen bleiben, deshalb entschlossen sich ungefähr 200 Personen die fundamentalistische und frauenverachtende Demonstration kritisch zu begleiten.
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Fundamentalistischer Aufmarsch blockiert

Ein erster Bericht des heutigen Tages

Der für heute, 14. März, in Münster (Westf.) geplante Kreuzzug christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner_innen konnte für 2 Stunden blockiert werden. Ein antisexistisches Bündnis hatte zu kreativen Gegenprotesten geladen.

Es lief von Anfang an nicht segensreich für die selbsternannten “Lebensschützer” aus Münster und anderen Teilen der Republik, mobilisiert durch die christlich-fundamentalistische Organisation “Euro Pro Life”. Hatte die lokale Presse beim letztjährigen Kreuzzug noch 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt, waren es in diesem Jahr vielleicht 200.
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