Gegen den Schweigemarsch der CDL in Annaberg-Buchholz

Wir dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf gegen den Schweigemarsch in Annaberg-Buchholz (Erzgebirge/Sachsen) und wünschen allen, die dahin fahren einen guten Tag und kraftvollen Protest! Aktuelle Infos findet ihr auf: e*vibes.

Mein Kör­per ge­hört weder Kir­che noch Deutsch­land – Weg mit §218
Gegen den Schwei­ge­marsch der CDL in An­na­berg Buch­holz

Was Fe­mi­nis­t_in­nen er­kämpft haben, stel­len christ­li­che Fun­da­men­ta­lis­t_in­nen seit jeher in Frage: das Selbst­be­stim­mungs­recht von Frau­en*1. Welt­weit be­fin­den sich ra­di­ka­le Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen im Auf­wind. Ak­tu­el­le Ent­wick­lun­gen zei­gen, dass das Recht auf Schwan­ger­schafts­ab­bruch mas­siv ein­ge­schränkt wer­den soll, ak­tu­ell bei­spiels­wei­se in Spa­ni­en. In Deutsch­land ver­sam­meln sich fun­da­men­ta­lis­ti­sche Geg­ner_in­nen von Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen seit ei­ni­gen Jah­ren zu so ge­nann­ten „Mär­schen für das Leben“, die in Müns­ter, Ber­lin und An­na­berg-​Buch­holz statt­fin­den. Wäh­rend die Auf­mär­sche in Müns­ter und Ber­lin nicht ohne Pro­tes­te von Fe­mi­nis­t_in­nen ab­lau­fen konn­ten, blieb der An­na­berg-​Buch­hol­zer Schwei­ge­marsch in den vier Jah­ren sei­nes Be­ste­hens un­wi­der­spro­chen. Aber uns ist kein Weg zu weit, wir kom­men auch nach An­na­berg-​Buch­holz!

An­na­berg-​Buch­holz liegt im Erz­ge­bir­ge im Süd­wes­ten Sach­sens, wo sich selbst in der athe­is­ti­schen DDR eine star­ke christ­li­che Prä­gung er­hal­ten hat. Diese war of­fen­bar beste Vor­aus­set­zung für das Er­star­ken streng kon­ser­va­ti­ver Chris­t_in­nen, so­ge­nann­ter Evan­ge­li­ka­ler, die durch eine wort­ge­naue Bi­bel­aus­le­gung, den Glau­ben an den stra­fen­den Gott, ag­gres­si­ve Mis­si­ons­ar­beit, ihre Kla­gen über die Zer­stö­rung der tra­di­tio­nel­len Fa­mi­lie und ihre Äu­ße­run­gen gegen Ho­mo­se­xua­li­tät von sich reden ma­chen.2 (mehr…)

Ungewollt schwanger – was tun?

Eine ungewollte Schwangerschaft zu bemerken kann schockierend, belastend und stressig sein.

Dieser Flyer (<- einfach auf den Link klicken um ihn anzuzeigen), der auch auf der Demonstration in Münster verteilt wurde, soll eine erste Orientierungshilfe für den Umgang mit dieser Situation bieten, darüber informieren, an welche Beratungsstellen und Institutionen sich schwangere Personen und deren Umfeld wenden können und einen Überblick darüber geben, welche Schritte im Umgang mit einer ungewollten Schwangerschaft wichtig oder hilfreich sein können.

Falls ihr Gelegenheiten habt, diesen Flyer zu drucken und zu verbreiten, würde uns das sehr freuen.

Redebeitrag zu § 218 und der aktuellen Situation in Deutschland

von autonomen Feminstinnen aus NRW – gehalten auf dem Prinzipalmarkt
(Dies ist die vollständige Version der am 22. März gehaltenen Rede. Einzelne Absätze wurden aus Zeitgründen nicht gesprochen, finden sich der Vollständigkeit halber aber in dieser geschriebenen Version.)

Laut Weltgesundheitsorgansation hat jede dritte Frau weltweit im Laufe ihres Lebens einen Schwangerschaftsabbruch. Aufgrund der Kriminalisierung von Abtreibungen werden etwa 20 Millionen Abbrüche im Jahr unter unsicheren Bedingungen durchgeführt. Jedes Jahr sterben um die 48.000 Betroffene an den Folgen einer illegalen und deshalb medizinisch nicht korrekt durchgeführten Abtreibung. Weitere 5 Millionen Betroffene leiden danach an Verletzungen oder Infektionen. Wenn es also hier und heute einen Grund zu trauern gibt, dann sind es die vielen ungewollt Schwangeren, die Jahr für Jahr an nicht fachgerecht durchgeführten Abbrüchen sterben oder an den Folgen solcher Abbrüche leiden.

Abtreibung legalisieren

Auch in Deutschland werden pro Jahr etwa 100.000 Abtreibungen vorgenommen, auch hier sind ungewollte Schwangerschaften und Abbrüche also Lebensrealität. Umso erstaunlicher, dass Schwangerschaftsabbrüche seit Jahren – außer in fundamentalistisch-religiösen Kreisen – kaum mehr Thema sind.

Das war mal anders. (mehr…)

Redebeitrag zu Reproduktionsrechten von Trans*Inter*Queers

Der Redebeitrag wurde von der Gruppe „Dritte Option“ in der Stubengasse/Ecke Salzstraße gehalten.

Christliche Fundamentalist*innen wollen sich heute mal wieder als Retter*innen der Familie darstellen. Sie demonstrieren an dieser Stelle vor allem gegen Schwangerschaftsabbrüche. Doch wenn wir über das Recht darauf keine Kinder zu bekommen sprechen, sollten wir die andere Seite auch nicht vergessen:
Die gleichen Christ*innen, die von hetero-Cismenschen so vehement Kinder und Familie “zum Erhalt des Volkes” einfordern, halluzinieren sich den baldigen Untergang des Abendlandes herbei, sobald auch Homosexuelle, Inter*personen oder Trans*menschen Kinder bekommen möchten. Die sofortige Apokalypse tritt vermutlich ein, wenn schwule Trans*männer, pansexuelle Trans*frauen oder polyamouröse Inter* sich entscheiden, mit Kindern zu leben und sich so den Moralvorstellungen der christlichen Fundamentalist*innen und weiten Teilen der Gesellschaft widersetzen.
Breakout

Noch immer sind Lesben und Schwule in Deutschland vom Adoptionsrecht und der Reproduktionsmedizin weitgehend ausgeschlossen. Ganz zu schweigen von Elternkonstellationen, die nicht Zweierbeziehungen sind. Daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern, sollte nicht wieder einmal das Bundesverfassungsgericht dafür sorgen, dass bürgerliche Rechte für alle durchgesetzt werden. Die Begründung dagegen ist meist, dass das Kindeswohl gefährdet sei, oder auch, dass die Kinder von anderen in der Schule ausgegrenzt würden. Das Wohl der Kinder queerer Eltern ist aber nur deswegen gefährdet, weil die Erwachsenen ihrem Nachwuchs homophobe Scheiße ins Hirn pflanzen.
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Redebeitrag: Fit for fun – Eure Gesundheit macht uns krank

Dieser Redebeitrag wurde von der Emanzipatorischen Antifa Münster in der Ludgeristraße/Ecke Königstraße gehalten.

Es gibt ein zunehmendes Interesse des Staates und der Wirtschaft, in die Reproduktionssphäre der Bürger*innen einzugreifen und diese Sphäre stärker zu kontrollieren. Mit Reproduktionssphäre meinen wir: Diejenige Zeit und Aktivität, die Menschen außerhalb ihrer Lohnarbeit verbringen. Es gab Zeiten, da war es dem Staat relativ egal, ob Menschen sich in dieser Phase erholen und körperlich fit halten oder sich durch Tabak, Alkohol und sonstige Drogen möglicherweise selbst zerstören, da es genug Menschen gab, die die vielen ungelernten Arbeitskräfte in den Fabriken ersetzen konnten. Mit der zunehmenden Ausdifferenzierung des Arbeitsmarktes, der immer mehr spezialisierte, schwer ersetzbare Fachkräfte benötigt, weckt auch das Privatleben immer mehr arbeitsmarktpolitische Aufmerksamkeit: Gut ausgebildete Menschen sollen möglichst lange möglichst gesund leben und nicht krank werden – allerdings weniger um ihretwillen, sondern um möglichst durchgängig und lange auf dem Arbeitsmarkt verwertbar zu bleiben. Diese Tendenz zeigt sich in zwei scheinbar widersprüchlichen Entwicklungen: Einerseits die Betonung der Eigenverantwortlichkeit der Individuen für ihre Verwertung und die Erhaltung ihrer Körper bei gleichzeitigem Abbau staatlicher Sozialversicherungsleistungen, andererseits der Ausbau staatlich-repressiver Vorbeugungs- und Zwangsmaßnahmen gegen als per se „selbstzerstörerisch“ definierte Verhaltensweisen.
Gegen MännerbÃ&frac14;nde

Starten wir mit der Repression. (mehr…)

My body my choice – Demo in Münster

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Demo in der Königstra�e
Am heutigen Samstag demonstrierten in Münster 600 Menschen unter dem Motto „raise your voice – your body, your choice“, um feministische Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen. Organisiert von dem Bündnis „Gegen 1000 Kreuze“ war eine zentrale Forderung unter anderem die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, welche nach § 218 StGB immer noch illegal sind und nur unter bestimmten Umständen straffrei bleiben. Weiterhin ging es um das Recht auf Selbstbestimmung in allen Fragen zu Sexualität, eigenem Körper, Geschlecht und Beziehung.

Anlass dazu bot der jährlich stattfindende sogenannte „1000 Kreuze Marsch“ von christlich fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen. Laut und kraftvoll lief die emanzipatorische Demonstration vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt und über den Prinzipalmarkt und erreichte so viele Menschen in ihrer samstäglichen Routine. Es wurden verschiedene Flyer an Zuschauende verteilt, u.a. der Aufruf der Demonstration und Flyer, die zum Austritt aus der Kirche aufrufen. Zudem gab es Flyer zu „Was tun bei ungewollten Schwangerschaften“. Neben verdutzten Passant*innen konnten wir auch immer wieder beobachten, wie uns am Rand Menschen zuklatschten oder die Faust hoben. Bereits am Hauptbahnhof versuchten 2 Nazis die Demo zu stören, wurden aber von Aktivist*innen sofort und deutlich vertrieben, so dass sie sich in die schützenden Arme der Polizei flüchteten.
Zwischenkundgebung Salzstra�e

Inhaltlich begleitet wurde die Demonstration von vier Redebeiträgen. Der erste bezog sich auf die Tradition des 8. März, da wir ursprünglich davon ausgingen, dass die christlichen Fundamentalist*innen am 8.März auflaufen würden. Der zweite Redebeitrag wurde vor Karstadt von der Gruppe „Dritte Option“ gehalten. Er handelte von den Einschränkungen der Reproduktionsrechte von Inter* und Trans*. Auf dem Prinzipalmarkt schließlich hielten autonome Feministinnen aus NRW einen Redebeitrag zu Schwangerschaftsabbrüchen und der Notwendigkeit ihrer Thematisierung auch in der linken Szene. Den inhaltlichen Abschluss setzte die Emanzipatorische Antifa Münster am Ende der Ludgeriistraße mit einem Beitrag gegen den Gesundheitswahn. Alle Redebeiträge findet ihr in absehbarer Zeit auf dieser Homepage. Ebenso ist derzeit ein Solisampler mit der Demomusik geplant. Sollte es diesen geben, werdet ihr auf der Homepage darüber informiert, bzw. könnt ihr ihn auf den Mobilisierungsveranstaltungen nächstes Jahr erwerben.

An der Äegidiikirche endete die Demonstration mit belegten Broten, einer Ankündigung für die diesjährige Take back the night- Demo in Bremen und etwas Musik. Ebenso grüßten wir die Genoss*innen, die gleichzeitig in Köln gegen den Aufmarsch der „besorgten Eltern“ demonstrierten und von den Front Nationale Ordnern angegriffen wurden.

Teil II des Tages

Gegen 14:30 Uhr sammelten sich schließlich die fundamentalistischen Christ*innen an der Äegidiikirche zur Kreuzausgabe. Erschreckend viele waren dieses Jahr anwesend, wir zählten um die 200. Nachdem die Teilnehmer*innenzahl die letzten Jahre eher rückläufig war, scheint die Szene dieses Jahr einen deutlichen Aufschwung zu erleben. Vermutlich auch beflügelt durch die Proteste gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg und gegen den Sexualkundeunterricht in NRW.

Wie bereits im letzten Jahr war die Polizei überfordert mit der Situation, was sie vor allem aggressiv werden lies. Sie schubsten, schlugen und nahmen recht brutal Menschen fest. Das konnte den Großteil der Protestierenden allerdings nicht davon abhalten den Aufzug wie gewohnt mit Konfetti, Kondomen, Glitzer und lautstarken Rufen, Trommeln und Pfeifen zu begleiten. Vereinzelt gelang es Leuten sich unter die Fundamentalist*innen zu mischen und Kondome über die Kreuze zu ziehen.

Erfreulich war, dass der Aufzug die geplante Route abkürzen musste und nicht den gewohnten Rosenabwurf in die Aa vornehmen konnte. Wie bereits 2011 warteten auf der Brücke nämlich bereits zu viele Menschen, die im Vorfeld auch ein Netz in die Aa gehängt hatten um die Rosenblätter rauszufischen. Auch ein Transpi mit der Aufschrift „Tor zur Hölle“ fand sich dort. So zogen die Fundamentalist*innen direkt zu dem Denkmal von Kardinal von Galen und warfen sich ihm zu Füßen. Sein Kreuz war erfreulicherweise von Aktivist*innen im Vorfeld zu Gendersymbolen umdekoriert worden und seine Brust zierte die Aufschrift „Dritte Option“.
Unter langen „Ihr könnt zur Hölle fahrn“ und anderen Rufen packten die Fundamentalist*innen schließlich ihre Sachen und verzogen sich.

Wir freuen uns, dass erneut so viele Menschen mit uns für ein selbstbestimmtes Leben demonstriert haben. Wir sehen selten Demos, die soviel Unterschiedlichkeit vereinen, so lautstark durch die Gegend ziehen und auf denen so viele unterschiedliche Sachen verteilt werden (von Muffins, über Konfetti, inhaltlichen Flyer bis hin zu verschiedenen Postkarten mit Transpimotiven des letzten Jahres). Wir hoffen darauf, dass sich diese Demonstration etablieren wird und bedanken uns bei allen, die mitgeholfen haben den Tag so zu gestalten.

Falls ihr Probleme mit der Polizei hattet oder ihr im Nachlauf mit Repression konfrontiert werdet, wendet euch an die Schwarz-Rote-Hilfe in Münster.

Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: „Höllo, wir sind wieder da!“

P.S.: Wir haben beim Auftakt einen Schlüssel mit einem Legomenschen dran gefunden. Wir werden ihn die Tage ins Münsteraner Fundbüro bringen.

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Demo in Münster am 22. März 2014

Raise your voice! Your body Your choice – Feministische Inhalte auf die Straße tragen

1000-Kreuze-Märsche
Jedes Jahr laufen fundamentalistische Christ*innen durch Münster. Mit weißen Holzkreuzen bewaffnet beten sie gegen Schwangerschaftsabbrüche, Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und wogegen Menschen fundamentalistischer Ausrichtung sonst noch so sind. Dieser von „europrolife“ organisierte Gebetszug findet dieses Jahr am 22. März statt. Auf den ersten Blick mag der Gebetszug den Eindruck einer skurrilen Veranstaltung erwecken. Die Kreuzeträger*innen erscheinen manchen als gesellschaftlich nicht ernst zu nehmende Minderheit. Tatsächlich ist die Bewegung, die hinter Veranstaltungen wie „1000 Kreuze für das Leben“ steht, aber keine extreme und isolierte Randerscheinung, sondern Teil einer breiteren gesellschaftlichen Entwicklung. Die antiemanzipatorischen und reaktionären Inhalte, für die die Kreuzträger*innen auf die Straße gehen, finden sich in ähnlicher Weise auch im gesellschaftlichen und politischen Mainstream, in den sogenannten bürgerlichen Parteien und zum Teil auch in der extremen Rechten.

Seit 2009 organisiert sich deshalb entschiedener Widerstand gegen den „1000-Kreuze-Marsch“. Mit verschiedenen Aktionsformen wird der Gebetszug kritisch und lautstark begleitet und so entschlossen gegen die reaktionäre Ideologie der Christ*innen protestiert. Im letzten Jahr gab es erstmals eine große und kraftvolle Demonstration des Bündnisses „Gegen 1000 Kreuze“, die den Inhalten der christlichen Fundamentalist*innen eigene feministische und emanzipatorische Positionen durch Aneignung des öffentlichen Raums entgegensetzen konnte. Während wir im Laufe der Jahre immer mehr wurden, wurden die Teilnehmer*innen des „Kreuze-Marsches“ im Laufe der Jahre immer weniger. In anderen Städten verläuft die Entwicklung allerdings anders. In Berlin beispielsweise nehmen an einem vergleichbaren Marsch mittlerweile über 2000 Menschen teil.
Auch deswegen ist es nach wie vor wichtig, nicht nur den Kreuzeträger*innen, sondern allen reaktionären Positionen emanzipatorische Inhalte entgegenzusetzen.
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17.01. Versammlungsrecht verteidigt – wir feiern!

5 Jahre ist es her, als es in Münster zum ersten Mal Proteste gegen den 1000 Kreuze Marsch gab. 106 Menschen wurden damals gekesselt und erhielten Strafbefehle und Verfahren wegen „Versammlungssprengung“.

Nach unzählichen Plena, Prozessen, Verurteilungen und Berufungen haben wir endlich gewonnen. Die Blockade von 2009 gilt nicht als Versammlungssprengung.

Um dies und uns zu feiern laden wir am Freitag, 17.01. ab 20 Uhr ins krachtz und DonQui ein. Kommt vorbei und feiert mit uns!

Es soll ein kleines Buffet geben, wäre super wenn was mitgebracht wird.

Redebeitrag: Mein Körper gehört mir, nicht Deutschland!

von Feminist*innen aus Oldenburg

Im Strafgesetzbuch wird der 16. Abschnitt unter „Straftaten gegen das Leben“ zusammengefasst. Nach Mord und Todschlag folgt der § 218 „Schwangerschaftsabbruch“.
Doch wie kommt es dazu, dass eine schwangere Person mit einer „Straftat gegen das Leben“ konfrontiert wird?

Tatsächlich gibt es den § 218 schon seit 1871. Damals wurde ein Schwangerschaftsabbruch mit Zuchthaus bestraft. 100 Jahre später bekannten sich über 300 Frauen im Stern mit dem Slogan „Ich habe abgetrieben“ um auf das – noch immer geltende – Verbot aufmerksam zu machen. Die Aktion bekam unglaublich viel Aufmerksamkeit und der Druck auf die Politik stieg. Dieser enorme Druck zeigte Wirkung.
Demo 09. März 2013
In der DDR bestand seit 1972 die sogenannte Fristenlösung, (mehr…)

Interview zum Thema „Lebensschützer*innen

Geführt auf der Demo letzten Samstag

Was verstehst du unter Lebensschützer*innen? Kannst du die Bezeichnung erklären?

Diesen selbsternannten „Lebensschützer*innen“ geht es um das völlige Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Sie nennen das dann den „Schutz des ungeborenen Lebens“. Mit Leben bezeichnen sie in diesem Fall ungeborene Föten. Was mit ausgetragenen, ungewollten Kindern später passiert, ist ihnen relativ egal.
Die organisierte Lebensschutz-Bewegung ist in Deutschland seit den späten 1960er Jahren aktiv und war von Anfang an eng verknüpft mit einer Kritik am Feminismus, an sexueller Selbstbestimmung (vor allem von Frauen) und mit einem konservativen bis zu tiefst reaktionären Weltbild.

Was ist deine Kritik an ihnen?
Demo 09. März 2013 (mehr…)

Grußwort vom Bündnis »‘Marsch für das Leben‘ – What the Fuck!« in Berlin

Liebe Genoss_innen und Freund_innen,

wir vom Bündnis gegen den »Marsch für das Leben« in Berlin haben ein Problem. Ein Problem, das Ihr in Münster auch habt: christliche Fundamentalist_innen. Und diese meinen auch noch mit unverfrorener Dreistigkeit, sie könnten sich unwidersprochen den öffentlichen Raum nehmen, um ihre frauenfeindliche Kackscheiße zu verbreiten. Doch wer das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihren Körper einschränken will, wird damit leben müssen, auf feministischen Gegenwind zu stoßen. Wer
anderen Menschen vorschreiben will, wie sie zu leben und wen sie zu lieben oder besser: wen sie nicht zu lieben haben, muss damit rechnen, wütenden Frauen, Queers, Transmenschen, Lesben und Schwulen gegenüberzustehen.
Demo 09. März 2013 (mehr…)

Grußwort von Pro-Choice-Aktivist*innen aus Salzburg

Liebe Genossinnen und Genossen!

Wie in Münster veranstalten auch bei uns in Salzburg fundamentalistische Abtreibungsgegner und -gegnerinnen einen 1000-Kreuze-Marsch. Und wie ihr stellen sich Salzburger Pro-Choice-Aktivistinnen und -aktivisten den Fundis jedes Mal entschlossen entgegen. Auch wenn wir nicht mit euch bei der Demo in Münster sein können, fühlen wir uns durch die gemeinsame Sache mit euch verbunden und wollen wir euch zumindest durch dieses Grußwort unterstützen.
Demo 09. März 2013 (mehr…)

Redebeitrag: Rebellion statt Religion

Rebellion statt Religion!
Von der Emanzipatorischen Antifa Münster

Kaum ein Thema hat über Jahrtausende so konstant Hass und Gewalt hervorgebracht wie Religionen. Menschen führen Kriege und ermorden sich im Namen von Religionen und behaupten gleichzeitig, dass es ohne diese keine Moral in der Gesellschaft gäbe.
Wir fragen uns: Was ist die Struktur von Religionen und welche Bedeutung haben sie? Wir werden den Einfluss des Christentums beleuchten und Thesen aufstellen, warum so viele Menschen – auch in der radikalen Linken – nicht radikal mit Kirche und Religion brechen.
Demo 09. März 2013

Religionen als Ordnungsstrukturen

Religion ist Privatsache – heißt es. Niemanden geht es etwas an ob irgendwer an Götter glaubt, betet oder sonst irgendwelchen okkulten Ritualen nachgeht. Doch so einfach ist das nicht. (mehr…)

Redebeitrag: Feminismus – der Kampf ums Ganze!

Feminismus – der Kampf ums Ganze!
Redebeitrag von autonomen Feministinnen aus NRW

Ich bin Feministin! Diesen Satz würden sowohl Emma Goldman als auch Alice Schwarzer unterschreiben. Ebenso Lady Bitch Ray, Judith Butler, Pussy Riot, Ursula von der Leyen, Sookee, Seyran Ates und Charlotte Roche. Schon diese kurze Aufzählung zeigt, dass zwischen Feminismus und Feminismus Welten liegen können. Deshalb finden wir es angebracht, ein paar Worte darüber zu sagen, was wir als linksradikale feministische Gruppe meinen, wenn wir Feminismus sagen.

Demo 09. März 2013

Feminismus ist für uns eine politische Haltung die weit mehr und anderes umfasst als die Forderung nach gesellschaftlicher Gleichberechtigung von Frauen. Linksradikaler Feminismus bedeutet für uns, (mehr…)

Pressemitteilung zur feministischen Demonstration am 09. März 2013 in Münster

Am Samstag, den 09.03.2013 demonstrierten ca. 500 Teilnehmer*innen für ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in einer herrschaftsfreien und solidarischen Gesellschaft.
Demo 09. März 2013

Dieses Jahr wurde durch ein Bündnis von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen aus Münster und Umgebung zum ersten Mal seit langem in NRW zu einer linksradikalen feministischen Demonstration aufgerufen.
Die Demonstration startete laut und entschlossen um 11:30 Uhr auf dem Bremer Platz und bewegte sich dann über die Windhorststr. in Richtung Innenstadt.
Der erste Block, ein geschlossener FrauenLesbenInterTrans*-Block, sorgte von Beginn an entschlossen für Stimmung. Parolen wie „I raise my voice, my body, my choice“ oder „Freie Entscheidung, Beratungsschein ins Klo – Selbstbestimmung sowieso“ wurden kraftvoll in die Innenstadt getragen.
Selbstverständlich wurden auch Passant*innen und Anwohner*innen über das Anliegen der Demonstration informiert und eingeladen sich der Demonstration anzuschließen.

Demo 09. März 2013

Insgesamt wurden während Kundgebungen vier Redebeiträge gehalten.
In dem ersten wurde sich für einen Feminismus ausgesprochen, welcher gegen jegliche Diskriminierungsverhältnisse eintritt.
Ein weiterer kritisierte den Paragraphen §218, durch welchen Schwangerschaftsabbrüche illegalisiert werden und welcher endlich abgeschafft gehört! Dieser Beitrag wurde in unmittelbarer Nähe zu der katholischen Raphaelsklinik gehalten.
In dem dritten Redebeitrag, welcher während der Zwischenkundgebung auf dem Prinzipalmarkt gehalten wurde, wurde grundsätzliche Kritik an Religionen formuliert. Eine zentrale Forderung: Ein gutes Leben jetzt und hier und nicht erst nach dem Tod.
Der letzte Redebeitrag an der Aegidiikirche analysierte die Organisationen von selbsternannten Lebensschützer*innen. Hierbei handelt es sich um eben jene reaktionär-fundamentalistischen Christ*innen, welche am gleichen Nachmittag ihren 1000 Kreuze Marsch durch Münster abhielten.
Auch wurden solidarische Grußworte von Genoss*innen aus Berlin und Salzburg verlesen, für welche wir uns hier nochmal ausdrücklich bedanken wollem.
Der Schlossplatz, das ursprüngliche Ziel der Demonstrant*innen, wurde dann doch nicht erreicht. In unmittelbarer Nähe zu dem Startpunkt des 1000 Kreuze-Gebetszuges am Aegidiimarkt wurde die Demonstration von den Veranstalter*innen aufgelöst. Denn: „Man soll immer aufhören, wenn es am Schönsten ist.“

Demo 09. März 2013

„Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Vor allem die Teilnehmer*innenzahlen angesichts der Aufmärsche von Nazis und Rechtspopulist*innen im Ruhrgebiet und der Anti-Atomdemo in Gronau am selben Tag haben uns sehr gefreut“, so Rita Tramm, die Pressesprecherin des Bündnisses. „Wir hoffen, dass dieses Event nicht das einzige zu den Themen war, sondern weitere Aktionen stattfinden und sich Menschen mit unseren Inhalten auseinandersetzen.“

Demo 09. März 2013

Mehr Fotos findet ihr, wenn ihr auf „mehr“ klickt. (mehr…)

Ein paar Hinweise für Samstag

Schön, dass ihr kommen wollt!
Hier ein paar Hinweise zur Demo:

Inter*Trans*Lesben*Frauen*-Block
Wir freuen uns über alle Menschen, die hier bei der Demo mitlaufen, egal welches Geschlecht!
Wir möch­ten jedoch keine De­mons­tra­ti­on in der Män­ner für Frau­en spre­chen und de­mons­trie­ren, son­dern eine, in der Män­ner so­li­da­risch mit Frau­en auf die Stra­ße gehen.
In­ter*- und Trans*-Leu­te existieren weder im Welt­bild christ­li­cher Fun­da­men­ta­list*innen noch in der Wahr­neh­mung von der Mehr­heit der Ge­sell­schaft. Sie werden mar­gi­na­li­siert, zwangs­the­ra­piert und teil­wei­se sogar zwangs­ope­riert um das “har­mo­ni­sche” Bild der Zwei­ge­schlecht­lich­keit nicht zu ge­fähr­den. Aus diesen Gründen haben wir uns ent­schlos­sen den vor­de­ren Teil der De­mons­tra­ti­on (vor dem Lautsprecher*innenwagen (Lautiwagen)) als rei­nen Frau­en­*Les­ben*In­ter­*Trans*-Block zu ge­stal­ten.

* Das heißt, dass in den ersten Reihen nur Leute laufen, die sich so definieren – cis-Männer (also Männer, die nicht inter oder trans* sind) haben die Möglichkeit weiter hinten zu laufen. Bitte respektiert das.
* Bedenkt, dass ihr Menschen ihr Geschlecht nicht unbedingt ansehen könnt. Geht sensibel damit um! Macht Leute nur dann darauf aufmerksam, wenn ihr wisst, dass sie nicht in diesen Block gehören.

Passt aufeinander auf!

* Geht respektvoll miteinander um! (mehr…)

Interviews bei Radio Flora und Indymedia und Schwerpunkt in der Alhambra Zeitung

Radio Flora aus Hannover war so freundlich letzten Donnerstag ein Interview mit uns zu machen und auszustrahlen.

Nach der Sendung haben sie es auch online gestellt, deswegen dürft ihr euch es auch gerne anhören, wenn ihr möchtet.

Zudem gibt es ein schriftliches Interview auf Indymedia, falls ihr lieber lest als hört. Eine kleine Korrektur zu diesem Interview: Die Fundamentalist*innen mobilisieren bereits zu 14:30 Uhr zur Aegidiikirche.

In der aktuellen Ausgabe der Alhambra Zeitung findet sich ein Schwerpunkt zum Thema Feministische Demonstration in Münster und Schwangerschaftsabbrüche. Es gibt sie leider noch nicht online, aber bestimmt in den kommenden Tagen zu finden. Ansonsten lest es euch in Papierform durch, ist ja auch manchmal ganz schön.

Am Samstag ist es soweit. Wir sehen uns um 11:00 Uhr hinterm Hauptbahnhof.

Info- und Vorbereitungsabend in Münster

Wir laden euch ein zu einem gemeinsamen Info- und Vorbereitungsabend über die feministische Demonstration und den 1000 Kreuze Marsch am 09.03.2013.

Wir wollen an dem Abend einen kurzen Überblick darüber geben, was unsere Motivation ist, dieses Jahr eine eigene feministische Demonstration auf die Beine zu stellen. Dabei wollen wir auch nochmal besprechen, was wir uns in Münster für ein Bild von dieser Demo wünschen.

Zudem wollen wir gemeinsam besprechen, wie wir auf den im Anschluss stattfindenden 1000 Kreuze Marsch reagieren wollen. Gerade in diesem Teil des Treffens ist genügend Platz für eigene Ideen und Diskussion, da unser Vorbereitungsschwerpunkt bisher bei der Demo lag.

Wir würden uns freuen euch als Einzelpersonen oder Gruppen(delis) zu sehen und mit euch gemeinsam zu planen.
Beste Grüße
der Vorbereitungskreis

PM #1: Keine staatlichen Gelder für christliche Krankenhäuser

Letzte Woche ging die schockierende Nachricht durch die Medien, dass zwei Kölner Krankenhäuser die Behandlung einer Betroffenen von Vergewaltigung verweigerten, weil sie in die Verlegenheit hätten kommen können, ihr die Pille danach verschreiben zu müssen. Mit menschenverachtender Brutalität wurde somit das reaktionäre Weltbild dieser katholischen Krankenhäuser deutlich.

Die Münstersche Zeitung berichtete danach darüber, dass auch drei Münsteraner Krankenhäuser Vergewaltigten keine ausreichende Behandlung sicher können oder wollen.

Die Perfidität, dass diese frauenfeindliche Praxis dabei von der Allgemeinheit bezahlt wird, bleibt dennoch meist unthematisiert. Denn wie der Spiegel berichtete, steuern die Kirchen meist nicht mehr als 5% der Kosten zu ihren Einrichtungen hinzu. Somit bezahlen Frauen durch ihre Steuergelder auch noch dafür, dass ihnen im Zweifel eine respektvolle Behandlung und notwendige Medikamente, wie die Pille danach verwehrt werden.

“Krankenhäuser, die eine angemessene Behandlung – samt Pille danach – nach Vergewaltigungen nicht gewährleisten können, sollten vom Staat keine Gelder mehr bekommen,” so Rita Tramm, Sprecherin des Bündnisses “Raise your voice – your body your choice”. Tramm weiter: “Es kann nicht sein, dass der Staat finanziell weiterhin eine antifeministische Politik unterstützt.”

Das Bündnis wird dieses Jahr im März eine Feministische Demonstration in Münster durchführen. Anlass wird der möglicherweise auch dieses Jahr stattfindende, sogenannte 1000 Kreuze Marsch sein.

Feministische Demonstration im März 2013

Raise your voice – your body your choice!

Wie bereits in den vergangenen Jahren, soll vermutlich auch in diesem Jahr im März der von „EuroProLife“ organisierte Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“ in Münster stattfinden. Dabei versammeln sich Abtreibungsgegner*innen1 unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Ausrichtung, um mitsamt ihren Kreuzen ein sexistisches, homophobes und frauen*feindliches Weltbild auf die Straße zu tragen und Frauen ihr Recht auf Selbststimmung abzusprechen.

Plakat

Auf den ersten Blick mag der Gebetszug den Eindruck einer skurrilen und nicht ernstzunehmenden Veranstaltung erwecken. Die Kreuzträger*innen erscheinen manchen als verwirrte Fundamentalist*innen. Tatsächlich ist die Bewegung, die hinter Veranstaltungen wie „1000 Kreuze für das Leben“ steht, keine extreme und isolierte Randerscheinung, sondern Teil einer rückschrittlichen gesellschaftlichen Entwicklung. Diese findet sich in allen Lebensbereichen wieder und ist schon längst in breiten Kreisen der Gesellschaft verankert. Laufen in Münster nur knapp über Hundert Kreuzträger*innen durch die Stadt, so treffen sich in Berlin zu demselben Anlass mittlerweile jährlich weit über Tausend.

Nur die Spitze des Eisberges! (mehr…)

1000 Kreuze Marsch erfolgreich gestört

Zum wiederholten Mal zogen am 10. März 2012 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen unter dem Motto „1000 Kreuze für das Leben“ durch Münsters Innenstadt.

Das Bündnis „gegen 1000 Kreuze“, hat auch in diesem Jahr zu kreativen Protesten mobilisiert und demonstrierte für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht der Frau.

Schon vor Beginn der Veranstaltungen wurde die Innenstadt von einem Großaufgebot der Polizei abgeriegelt. Diese ging, ähnlich wie bei den Protesten gegen den Naziaufmarsch am 3.3. in Münster, unnötig aggressiv und ruppig gegen die Gegendemonstrant_innen vor. Erneut wurden 3 Genoss*innen festgenommen und dabei geschlagen und getreten.

Die etwas über 100 Anhänger_innen der christlich-fundamentalistischen Organisation „EuroProLife“, die größtenteils von außerhalb Münsters anreisten, sammelten sich um 14:30 Uhr an der Aegidikirche und wurden von den ca. 150-200 Gegendemonstrant_innen empfangen, die ihren Unmut über den mittelalterlichen Kreuzzug lautstark und kreativ zum Ausdruck brachten.

Transparente und Schilder mit Aufschriften wie „mein Körper gehört mir“ oder „Don’t pray, go gay!“ wurden gezeigt, zahlreiche Trillerpfeifen und Parolen wie „Kein Gott- Kein Staat- Kein Vaterland- Abtreibung in Frauenhand“ waren zu hören, ein Chor stimmte das satirische Lied „every sperm is sacred“ aus dem Film „Der Sinn des Lebens“ von Monthy Python an und performte abgewandelt den „Jesustanz“ von Bibel.tv.

Die Abtreibungsgegner_innen setzten sich gegen 15 Uhr in Bewegung, und wurden die gesamte restliche Strecke durch vielfältige, kritische und kreative Aktionen der Gegendemonstrant_innen begleitet. Erstaunlich agressiv reagierten dieses Jahr Teile der Münsteraner Bevölkerung an der Wegstrecke, vor allem in den Einkaufspassagen auf die Proteste.

Beteiligung von Rechtsaußen
Während schon in den letzten Jahren einzelne Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Münster“ sowie der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ bei den christlichen Fundamentalist_innen mitliefen, rief dieses Jahr die extrem rechte Organisation „pro NRW“ zum 1000-Kreuze-Marsch mit auf und beteiligte sich an dem Aufmarsch.
Dies überrascht kaum, da die christlich-fundamentalistische Szene frauenfeindlich, homophob und völkisch argumentiert und mit Aussagen wie „ein Volk stirbt im Mutterleib“ ultrakonservative Anschauungen verbreitet und sich den Erhalt der „eigenen Rasse“ zur Aufgabe macht.

Auch ein stadtbekannter Vertreter der rechten Plattform PI-News war wieder einmal unter den Kreuzträger*innen zu finden.

Insgesamt ein gelungener Tag, der abends in der Baracke mit einem Konzert seinen Ausklang fand. Damit ist der aktionsreiche März in Münster auch vorerst beendet.

stadtplan

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Pro NRW und PI-News mobilisieren nach Münster zum 1000 Kreuze Marsch

Bei dem diesjährigen 1000 Kreuze Marsch wird wieder einmal Beteiligung aus dem rechten Spektrum erwartet. Sowohl Pro NRW mobilisiert mittlerweile dazu und will auch selbst anwesend sein, als auch PI News, von denen mindestens ein Teilnehmer regelmäßig an den Aufmärschen teilnimmt.

Verwunderlich ist die Beteiligung (extrem) Rechter keineswegs, einige Jahre lief sogar die örtliche JN mit. Ideologisch gibt es kaum Trennlinien, geht es doch allen darum ein deutsches Volk vorm Aussterben bedroht zu sehen und zu retten und Frauen in ihrem Selbstbestimmungsrecht einzuschränken.

Ob mit Nazis oder ohne: Für eine emanzipatorische Linke ist es notwendig gegen diese reaktionären Positionen zu demonstrieren, ihnen den Tag möglichst zu vermiesenund dabei am besten auch noch Spaß zu haben. Also seid kreativ und mischt euch ein!

Vorraussichtlich wird es als Anlaufpunkt ab 13:30h eine Kundgebung auf dem Prinzipalmarkt geben. Offizielle Kreuzausgabe ist ab 14:30h an der Aegidiikirche.

Abends gibt noch noch lecker Essen und Konzert mit Godmother und ScreamClub in der Baracke (Scharnhorststr. 100).

Sagt es weiter und kommt vorbei!

Zu Einstimmung auf den 10.03.

Ein kleiner Ausschnitt aus Monty Pythons „Sinn des Lebens“

Gegen 1000 Kreuze 2012!

Zum wiederholten Mal wollen am 10. März 2012 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen unter dem Motto „1000 Kreuze für das Leben“ durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, mit ihrem Gebetszug ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder [Embryonen], die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen. Als weiße Holzkreuze tragende Prozession geben diese Christ_innen nicht nur ein groteskes Bild ab, mit ihren reaktionären Positionen propagieren sie ein, frauenfeindliches, sexistisches und homophobes Weltbild. Bereits in den letzten Jahren organisierte sich dagegen vielfältiger Protest und auch in diesem Jahr sollen die reaktionären Positionen nicht unwidersprochen bleiben.

Plakat

Schwangerschaftsabbruch ist Frauenrecht – § 218 abschaffen!
An der Entscheidungsfreiheit eines Menschen darüber, welche Eingriffe an dem eigenen Körper vorzunehmen sind, spiegelt sich individuelle Freiheit, Menschenwürde und Selbstbestimmung. Unter dem Deckmantel des „Schutzes ungeborenen Lebens“ fordern die selbsternannten „Lebensschützer“ nichts anderes, als die Bestimmung über den Körper von Schwangeren. Der Versuch Frauen zu zwingen, sich und ihren Körper in den Dienst der „Lebensrettung“ eines Embryos und der Reproduktion der Gemeinschaft zu stellen, ist Ausdruck einer gewaltvollen Zuschreibung, die Frauen zu Gebärmaschinen degradiert und ihnen das Recht auf eigene Bedürfnisse, Überzeugungen und ein selbstbestimmtes Leben abspricht. Mit der Behauptung Schwangerschaftsabbruch sei Mord und die abgetriebenen Embryos bereits Kinder wird versucht, manipulativ moralischen Druck auf schwangere Frauen auszuüben und gesellschaftliche Empörung zu schüren. Die angebliche Zahl von 1000 ‚ermordeten‘ Embryonen entbehrt jeder statistischen Grundlage und ist frei erfunden.
Jeder Mensch muss das Recht auf einen selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper haben! Trotzdem sind Schwangerschaftsabbrüche in der BRD nach wie vor nicht legal, sondern werden nur unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. Zwangsberatung, medizinische Indikation) nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Deshalb bleibt die Forderung nach einem uneingeschränkten Recht auf Abtreibung, ohne Zwangsberatung und ohne Bevormundung bestehen!

Homophobie, Sexismus und ein reaktionäres Frauenbild
Neben dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch bekämpfen fundamentalistische Christ_innen aller Konfessionen Homosexualität und jede andere Formen sexueller Selbstbestimmung. Homosexualität wird als Krankheit, Sünde oder Perversion bezeichnet und gilt größtenteils als ‚heilbar‘. Dazu gesellt sich ein ‚von Gott gegebenes‘ Geschlechterrollenbild, welches eine Veränderung der traditionellen Rollenverteilung oder den Gedanken an die soziale Konstruktion von Geschlecht überhaupt nicht zulässt.
Auf ihrer Homepage schreibt Euro pro Life, eine der Organisationen, die zum 1000 Kreuze Marsch aufrufen: „Kinder sterben, die geliebt werden möchten, die leben wollen, die einen Platz in unserer Gesellschaft brauchen, die dem Leben ihrer Eltern Sinn geben würden.“ Die Vorstellung von Ehe und Familie als Zentrum christlicher Werte und der ‚göttliche Auftrag der Vermehrung‘ entstammen ihrer Bibelauslegung und dem Absolutheitsanspruch des eigenen Glaubens. In dem daraus resultierendem Weltbild wird jede Abweichung von der christlichen Norm als Sünde begriffen und ‚Sündern‘ die Existenzberechtigung abgesprochen. So sagte beispielsweise der Erzbischof von Granada, Javier Martinez, in seiner Weihnachtspredigt 2011, dass eine Frau die abtreibt „einem Mann ohne Einschränkungen die absolute Lizenz zum Missbrauch ihres Körpers gibt, denn sie hat Schuld auf sich geladen“.
Diese patriarchale, sexistische und autoritäre Vorstellung von Familie, Sexualität oder dem Sinn des Lebens widerspricht einer eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Lebensweise, die die sexuelle Selbstbestimmung ebenso beinhaltet, wie eine bedürfnis- und lebenssituationsorientierte Antwort auf die Frage nach Schwangerschaft oder Elternschaft.

Rassismus und Relativierung des Holocaust
Homosexualität und Schwangerschaftsabbruch, so die Abtreibungsgegner_innen, würden zudem zum Aussterben des „europäischen Volkes“ führen. Diese ultrakonservative Anschauung, die sich die Reproduktion der eigenen „Rasse“ zur Aufgabe macht, offenbart rassistische Denkmuster und erklärt, warum sich auch in Münster jedes Jahr Neonazis dem Aufzug dieser Christ_innen anschließen. Da überrascht es kaum noch, dass die „Lebensschützer“ in Anlehnung an den Begriff Holocaust vom „‚Babycaust“‘ sprechen und damit den Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus relativieren. Der Erfinder des Begriffes „Babycaust“, Klaus-Günther Annen, – der auch für die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit schreibt – war beim 1000Kreuze Marsch 2009 anwesend. Die Übergänge zwischen Abtreibungsgegner_innen und Neonazis sind inhaltlich und personell fließend.

…aus der Mitte der Gesellschaft
An vielen Punkten, an denen die fundamentalistischen Christ_innen anderen Menschen die Selbstbestimmung und sogar die Existenzberechtigung absprechen, treffen sich diese inhaltlich mit dem rechts-konservativen Mainstream der sogenannten Mitte der Gesellschaft. So kann mittlerweile ein Bundespräsident ohne Probleme auf Tagungen evangelikaler Fundamentalist_innen auftreten und auf großen Jugendevents werden Workshops zur Heilung von Homosexualität angeboten. Das Problem ist nicht eine kleine Splittergruppe, die Holzkreuzetragend durch Münster oder andere Städte zieht. Das Problem ist, dass diese Gruppen missionarisch ihre Inhalte verbreiten und gezielt versuchen, z.B. über Veranstaltungen und Medienpräsenz wichtige gesellschaftlicher Positionen zu besetzen und Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen.

Widerstand lässt sich nicht verbieten
Die Polizeistrategie der letzten Jahre bestand darin, die Gegenaktivist_innen einzukesseln und den Kreuzemarsch anschließend durchzusetzen. Auch deswegen ist es wichtig, den Protest gegen diese christlichen Fundamentalist_innen an viele Orte der Stadt zu tragen und auf ganzer Strecke zu verhindern, dass sie ihre reaktionären und menschenverachtenden Inhalte ungestört verbreiten können. Auch wenn die Staatsanwaltschaft Münster mit ihrer Konstruktion der Versammlungssprengung versucht jeglichen Protest zu verhindern: Widerstand ist notwendig und legitim! Der Kampf um das Recht auf Abtreibung ist international, er wird in Deutschland bereits seit über 100 Jahren geführt und ist auch weiterhin unverzichtbar.

Für die Abschaffung des §218 und die vollständige Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen! My body, my choice – für ein herrschaftsfreies und selbstbestimmtes Leben!
Am 10.März in Münster fundamentalistische Christ_innen abschirmen!

300 Euro – aber nur, wenn du nicht abtreibst

gefunden auf: Mädchenmannschaft

Eine Prämie von 300 Euro für’s Kinderkriegen. So wirbt die Wiesbadener Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen (BKK IHV) auf ihrer Homepage und verkündet stolz, dass ProLife Deutschland den Versicherten der BKK IHV “bei der Geburt eines Kindes ein Baby-Willkommens-Geld in Höhe von gegenwärtig € 300,00″ zahlt – sofern sie auch bei ProLife Deutschland Mitglied sind und sich dazu verpflichten, nicht abzutreiben. Ein übler Scherz? Leider nein. (mehr…)

Vorladungen/Anhörungsbögen an die gekesselten von 2011

Momentan erhalten viele Menschen, die am 12. März 2011 ihren Unmut über einem Aufzug fundamentalistischer Christen*innen in der Münsteraner Innenstadt kundtaten, Vorladungen oder Anhörungsbögen der Polizei. Vorgeworfen wird den Beschuldigten ein Verstoß gegen mehrere Paragraphen des Versammlungsgesetzes.

Besonders perfide ist hierbei, dass auf Betreiben der Staatsanwaltschaft (StA) Münster der folgende Passus aufgeführt wird:

Durch Anschreiben der Staatsanwaltschaft Münster soll ich sie explizit darauf hinweisen, dass nur im Falle einer geständigen Einlassung eine – ggf. sanktionslose- Einstellung des Verfahrens in Betracht gezogen werden könnte“.

Wir raten weiterhin allen Betroffenen keine Aussagen oder Einlassungen zu tätigen. Zum Einem handelt es sich hierbei um keine Garantie, dass eine Straffreiheit gewehrt wird und zum anderen ist völlig unklar was überhaupt gestanden werden soll. Schließlich werden die §§21-28 Versammlungsgesetz als Tatvorwurf benannt.

Darüber hinaus zeigen die über 100 Verfahren aus dem Jahre 2009, dass es alles andere als klar ist, dass es sich bei dem Vorwurf tatsächlich um eine Straftat handelt. Zwei richtungsweisende Entscheidungen des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm besagen, dass im Rahmen der Proteste 2009 keine Versammlungssprengung (§21 VersammG) begangen wurde. Während das
Amtsgericht (AG) Münster diese Rechtsauffassung mittlerweile zu teilen scheint, legt die StA weiterhin einen überzogenen Verfolgungswillen an den Tag.

Über die Intention der StA – bei Vorladungen den oben aufgeführten Passus vorzutragen – lässt sich nur spekulieren. Eines wird jedoch deutlich, ein unhaltbarer Verfolgungswille scheint weiterhin zu bestehen. Eine Intention könnte auf eine Spaltung der Betroffenen abzielen oder die Einlassungen dienen lediglich zur Untermauerung der Vorwürfe der StA. Unser Ziel sollte weiterhin sein, den Strafverfolgungsbehörden in die Suppe zu spucken.

Darüber hinaus sei erwähnt, dass wenn ein Verfahren rechtskräftig abgeschlossen ist (das kann auch eine Einstellung sein) ihr eventuell als Zeug*innen gegen andere Beschuldigte benannt werden könnt und dann verpflichtet seit Aussagen zu tätigen oder andernfalls mit Strafen zu rechnen habt. Solange ihr selbst von dem Verfahren betroffen seit habt ihr das Recht alle Aussagen zu verweigern und solltet daher weder Vorladungen folge leisten noch Anhörungsbögen ausfüllen.

Es gilt daher weiterhin

Anna & Arthur haltens Maul!!!
Keine Zusammenarbeit mit Bullen & Justiz

Betroffene werden gebeten sich bei der Schwarz-Roten-Hilfe MS (srh_muenster (@) yahoo.de) zu melden.

Beitrag bei Kontraste

Am 14.04. lief abends auf der ARD bei „Kontraste“ u.a. ein Beitrag über selbsternannte „Lebensschützer“. Der Beitrag handelt hauptsächlich vom „Lebenszentrum“ in München um Wolfgang Hering und die Praktiken der Abtreibungsgegner_innen vor einer Klinik in München. Hering kommt zu dem grandiosen Schluss, dass Schwangerschaftsabbrüche vergleichbar damit seien, wenn Menschen ihre Untermieter erschießen würden. Alles in allem ein sehr guter Beitrag (nicht umsonst hat kreuz.net die Moderatorin direkt als „Gauleiterin des Holocausts“ beschimpft), der auch auf die jährlichen Aufmärsche in Münster eingeht.

http://www.youtube.com/v/5kUkWerA11A?hl=de&fs=1

Wende im Amtsgericht

Voller Erfolg für das Versammlungsrecht von Gegendemonstrant_innen

Erneut gab es ein Verfahren gegen 5 Angeklagte vor dem Amtsgericht Münster mit dem Vorwurf der Versammlungssprengung. Entgegen der bisherigen Amtsgerichtslinie entschied sich der Richter dazu, alle Angeklagten freizusprechen, da er keine „grobe Störung“ der Gegendemonstration gegen den „1000Kreuze Marsch 2009“ ausmachen konnte.

Zwei Tage zog sich der Prozess gegen die 5 Angeklagten. Bereits zu Anfang machte der Richter deutlich, dass zu einer „groben Störung“ Gewalttaten oder gewaltähnliche Situationen gehören und er skeptisch sei, ob diese am 14.03.2009 stattgefunden hätten.

Am ersten Verhandlungstag am 14.04. wurde 3 Stunden lang darüber diskutiert, ob das angefertigte Polizeivideo rechtswidrig erstellt wurde und somit aus dem Verfahren ausgeschlossen werden muss. Nach Vernehmung der Polizeizeugen und den Zwischenplädoyers der Anwält_innen entschied der Richter, dass das Video ab der ersten Auflösungsverfügung der Gegendemonstration zu Lasten der Angeklagten als Beweis dienen kann. Der Teil vor der Auflösungsverfügung durfte nur zur Entlastung der Angeklagten geschaut werden. Damit war der erste Prozesstag gut gefüllt und der Prozess wurde auf den 19.04. vertagt.

Der zweite Verhandlungstag bestand vor allem aus der Sichtung des ca. 1,5 Stunden langen Polizeivideos. Den Antrag der Verteidiger_innen auf Ortsbesichtigung lehnte der Richter wegen Irrelevanz ab. Er stellte nach Inaugenscheinnahme des Videos fest, dass die ganze Zeit über Teile der Straße und der komplette Gehweg frei und passierbar – auch für Kreuzträger_innen – war.

Dieser Erkenntnis konnte sich auch der Staatsanwalt nicht entziehen. Zudem musste er das Urteil des OLG – Hamm vom 17.02.2011 (III – 4 Rvs 12/11 OLG -Hamm) berücksichtigen, welches eine Versammlungssprengung durch eine Blockade deutlich als „unüberwindbare Sperre“ definiert hat. Folgerichtig forderte der Staatsanwalt ebenso wie die Verteidiger_innen Freisprüche für alle Angeklagten, die am Ende des Prozesses auch gesprochen wurden. In allen vorherigen Prozessen vertraten die Richter_innen die Meinung, dass viele Menschen auf der Straße – die zudem Parolen rufen – eine „grobe Störung“ und somit eine Straftat begehen. Ermittlungen fanden kaum statt, die Urteile waren teilweise schon vor Prozessbeginn fertig formuliert.

Dies ist eine Kehrtwende seitens des Amtsgerichts, da bisher lediglich diejenigen freigesprochen wurden, die nicht auf dem Polizeivideo entdeckt werden konnten. Da es der erste Prozess nach dem OLG Urteil war, bleibt zu hoffen, dass dies die neue Linie des Amtsgerichts darstellt. Abzuwarten bleibt dennoch, ob die Staatsanwaltschaft in Berufung geht und wie die Berufungsverfahren vor dem Landgericht ausgehen werden. Den heutigen Tag feiern wir jedoch als Erfolg.

Erste Vorladungen zur Polente wegen Anti-1000-Kreuze 2011

Liebe Leute!

Inzwischen sind die ersten Menschen wegen der diesjährigen Proteste gegen das 1000-Kreuze-Spektakels von der Polizei vorgeladen worden. Inwieweit alle in den drei Kesseln befindlichen Leute nun Post bekommen (haben) ist bisher nicht ersichtlich.

in jedem Fall möchten wir an dieser Stelle noch einmal dringend darauf hinweisen, das ihr da nicht hingehen müsst, und das auch auf keinem Fall tun solltet! Egal was diese Schreiben der Polizei auch
suggerieren: Ihr seid in keiner Weise dazu verpflichtet dort hinzugehen und dies kann und darf Euch auch nicht zu Eurem Nachteil ausgelegt werden! Polizeiliche Vorladungen nützen einzig und allein der Polizei, die auf diesem Weg an Informationen kommen möchte. Sollten Leute dennoch zu diesen Vorladungsterminen gegangen sein und Aussagen gemacht haben, sollten sie sich möglichst bald mit der Schwarz-Roten-Hilfe in Verbindung setzen, um eventuell entstandenen Schaden zu begrenzen.

Eure Schwarz-Rote-Hilfe Münster

c/o Edition Assemblage
Hafenweg 31
48155 Münster
Sprechstunde am 1. Montag im Monat von 20-21 Uhr

oder per mail: srh_muenster (@) yahoo.de – ohne Leerzeichen u. Klammern

http://schwarzrotehilfe.blogsport.de

Fundamentalistische Christ_innen abschirmen!

Für den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper – Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch!

Zum wiederholten Mal wollen am 12. März 2011 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen ab 14.30 Uhr unter dem Motto „1000Kreuze für das Leben“ durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen (übrigens eine Zahl, die laut des statistischen Bundesamtes weit übertrieben ist). Bereits in den letzten 2 Jahren organisierte sich vielfältiger Protest gegen diese Prozession und auch in diesem Jahr soll jene aus den folgenden Gründen reaktionäre Position nicht unwidersprochen bleiben.

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Soliwochenende in Bremen

In Bremen gibt es am 04./05. März ein Soliwochenende für die Münsteraner und Bremer Prozesskosten.

Start ist Freitag 20h mit dem münsteraner Vortrag zu 1000 Kreuze Märschen im Infoladen HB.
Samstag geht es im Sielwallhaus weiter:
ab 15h „Solidarität isst eine Waffel“ Kaffee, Tee, Kuchen
16h Vortrag „trans* – transphobie – trans*support“ mit Leuten von „w.i.r. – linksradikale Trans*Vernetzung NRW
und ab 22h „Criminal Queer Party“ mit Sekt und DJ’s – Come as criminal as you can (dress up)

Soli-Gender-Terror in Mülheim

Am Freitag, dem 4. März, wird die Genderterror wieder die Pforten im AZ öffnen.

Du bist lebisch, schwul, bisexuell, im fortschrittlichen Sinne pervers oder asexuell orientiert? Du definierst Dich als trans*, intersexuell/-geschlechtlich und/oder als Teil der Queer-Community? Dann bist Du hier richtig! Pack Deine Freund_innen ein und rocke die Nacht zu einer gewohnt guten Mischung aus indiedüsterelektroalternativerockpunkpop.

Der Eintritt ist diesmal mit 2,- Euro etwas teurer. Dafür gehen die gesamten Einnahmen (abzüglich des Anteils, der ans AZ geht) nach Münster, um die Repressionskosten der Gegner_innen des christlich-fundamentalistischen “1000-Kreuze-Marsches” bezahlen zu können. Weitere Informationen zu den homophoben und sexistischen Christ_innen und den Verfahren gegen die Queer-Aktivist_innen findet Ihr auf http://gegen1000kreuze.blogsport.de.

Sexismus, Homo- & Transphobie, Mackertum, Rassismus, Antisemitismus und andere ausgrenzende Scheiße hat bei uns (und überall) nichts zu suchen. Sollte Euch trotzdem solch ein Verhalten auffallen oder betreffen, wendet Euch an die Leute hinter der Kasse oder der Theke. Dort werdet Ihr Unterstützung finden!

Vormerken könnt Ihr Euch schon mal den 25. März, an dem die Genderterror Euch ein Konzert mit Respect my Fist und Shoyu Squad präsentieren wird. Weitere Infos folgen.

Genderterror: 4.3.2011
Start: 22 Uhr
Eintritt: 2,-
Ort: AZ Mülheim
http://genderterror.de

PM: Alle Jahre wieder…


*1000Kreuze Marsch wird auch dieses Jahr nicht unbehelligt durch die Stadt ziehen können*

Am Montag veröffentlichte EuroProLife den 12.03.2011 als Termin für den diesjährigen 1000 Kreuze Marsch in Münster.
Das Bündnis „Gegen 1000 Kreuze“ reagierte sofort und kündigte unter dem Motto „Fundamentalistische Christ_innen ‚abschirmen‘ – Kreative Störaktionen gegen den 1000Kreuze Marsch“ Proteste an.

Seit 2006 findet der Marsch  von EuroProLife neben München und Fulda u.a. auch in Münster statt.
Bereits 2009 und 2010 trafen die Kreuzträger_innen auf Protestierende die laut ihren Unmut gegen das von ihnen geforderte komplette Verbot von Schwangerschatsabbrüchen deutlich machten. „EuroProLife geht es nicht nur um Schwangerschaftsabbrüche, sie sehen auch Verhütung und Homosexualität und jedes andere von ihrer Norm abweichende Verhalten als nicht mit der Bibel vereinbar und daher bekämpfenswert an. Diese mittelalterlichen Positionen gehören in den Geschichtsunterricht, aber nicht auf die Straße,“ so Rita Tramm, Sprecherin des Bündnisses.
Immer wieder lockt die als Prozession (Gebetszug) getarnte Demonstration auch Neonazis an. 2010 nahm beispielsweise der damalige Bezirksbeauftragte der JN (Jungen Nationaldemokraten) des Münsterlandes Marcel Huesmann mit seinen Kameraden teil. Tramm: „Verwunderlich ist die Beteiligung von Neonazis nur auf den ersten Blick, sind doch die Avancen nach rechts außen seitens der selbsternannten ‚Lebensschützer‘ ziemlich deutlich. Sowohl in ihrer sehr rigiden Sexualmoral, als auch in ihrem sehr konservativen Rollenverständnis.“ Auch personell gibt es durchaus Anknüpfungspunkte. 2009 war Klaus Günter Annen ein willkommener Gast von Anmelder Wolfgang Hering und Co. Annen ist seit Jahren bekannt für seine Anti-Abtreibungs-Proteste vor Kliniken. Er erhielt mehrere Anzeigen wegen Beleidigung, weil er Ärzten und Frauen vorwirft sich am „Babycaust“ zu beteiligen. Auf der gleichnamigen Homepage (Babycaust.de) stellt er heraus, dass er Abtreibungen für die „Steigerungsform der grausamen Verbrechen“ des Holocausts hält. Er schreibt unter anderem für kreuz.net – ein Opus Dei nahestehendes Onlineportal – und die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit. Auch Felizitas Küble, Leiterin des Christopheruswerkes Münster und ehemalige Betreiberin des fundamentalistischen, ebenfalls in Münster ansässigen „Komm-Mit Verlages“, jährliche Teilnehmerin des 1000Kreuze Marsches, ist Autorin der JF.
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OLG Hamm hebt Urteil auf

In einem Revisionsverfahren hat das Oberlandesgericht Hamm eine Verurteilung im 1000 Kreuze Verfahren wieder aufgehoben und zurück an das Amtsgericht Münster verwiesen.

Das OLG schloss sich dabei dem Aufhebungsantrag der Generalstaatsanwaltschaft an. Dieses rügte das Amtsgerichtsurteil, „weil es Beweisgründe und Beweiswürdigung vermissen lässt.“ Des Weiteren folgt es der Argumentation, dass eine „grobe Störung“ erst „bei einer Bildung einer unüberwindbaren Sperre bzw. Blockade von nicht unerheblicher Dauer“ vorliegt. Keine „grobe Störung“ bestehe, „wenn der Aufzug die Sperre ohne weiteres umgehen kann.“ Wir sehen zwischen einer „unüberwindbaren Sperre“ und „ohne weiteres umgehen können“ zwar zahlreiche Abstufungen, aber das OLG scheint nur schwarz und weiß zu kennen. Das Verfahren wird nun vor dem Amtsgericht Münster erneut verhandelt, die Beweise erneut gesichtet, die Zeugen erneut gehört. Vielleicht kommt der oder die neue Richter_in ja dieses mal auf die Idee das Urteil auch zu begründen.

In der Zwischenzeit warten wir weiterhin auf einen Landgerichtstermin, dass der ursprüngliche vertagt wurde, ist mittlerweile 3 Monate her und der betreffende Angeklagte ist nicht der Einzige, der in Berufung gegangen ist. Wenn die Taktik Aussitzen heißt, werden wir das trainiertere Sitzfleisch haben!

München: 35 vorläufig Festgenomme bei „1000 Kreuze Marsch“

geklaut von:
http://de.indymedia.org/2010/10/293280.shtml

Heute (30.10.2010) marschierten etwa 250 fundamentalistische Christ*innen und Mitglieder rechtsgerichteter Organisationen im Rahmen des „1000 Kreuze Marsch“ durch München. Dabei wollten sie ihre Forderungen nach einem Abtreibungsverbot propagieren.

Etwa 100 Gegendemonstrant*innen blockierten bereits am Ort der Auftaktkundgebung (Beginn 14:30 Uhr, Sendlinger Tor) durch Tanzen, lautes Singen und feministische Sprechchöre die reaktionäre Veranstaltung. Vor dem Marsch wurde eine Anarchiefahne gehisst und ein umgedrehtes Kreuz der Christ*innen mit Lufschlangen behängt. Mit massiver Polizeipräsenz wurde der Marsch durchgesetzt, jedoch weiterhin mit Sprechchören, Klatschen, Tanzen und guter Stimmung begleitet. (mehr…)

1000 Kreuze auf den Sperrmüll

Am 30.10. findet der jährliche 1000Kreuze Marsch in München statt.
Ein kurzes Video zum Einstimmen:

http://www.youtube.com/v/9S3T3oylkDc?fs=1&hl=de_DE

Infos um die Proteste findet ihr wie immer auf den Seiten des Antisexistischen Aktionsbündnisses München.

Landgerichtstermin verschoben!

Der anstehende Berufungstermin vor dem Landgericht am 22.09.2010 ist seitens des Gerichts wegen Krankheit auf unbekannt verschoben worden. Kein anderes Berufungsverfahren ist bisher termininiert.

Das heißt auch, dass alle für den Tag geplanten Proteste ausfallen!

1000 Kreuze in die Spree

Same procedure as always: Christliche Fundamentalist_innen marschieren jedes Jahr nicht nur nach Münster, sondern unter anderem auch immer im September nach Berlin. So auch in diesem, am 18. September wollen sie erneut ihr Unwesen treiben. Dagegen mobilisieren verschiedene Gruppen. Genaue Infos findet ihr unter http://no218nofundis.wordpress.com/

Wir veröffentlichen außerdem an dieser Stelle den Aufruf:

Abtreibungsverbote abschaffen – Gegen christlichen Fundamentalismus
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Offener Brief an die Staatsanwaltschaft Münster veröffentlicht

Heute wurde ein Offener Brief an die Staatsanwaltschaft Münster veröffentlicht. Denn Brief selbst, findet ihr hier: Offener Brief – 08/2010 (evtl. Rechtsklick, Ziel speichern unter…). Die Erstunterzeichner_innen stehen weiter unten. Wenn ihr den Offenen Brief auch gut und unterstützenswert findet, dann meldet euch unter repression-14-maerz@gmx.de.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle ebenfalls die dazugehörige Pressemitteilung:

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Bundesweite Pressemitteilung vom 24.08.2010

Spontane Proteste kriminalisiert

Der spontane Protest gegen christliche Fundamentalist_innen vom letzten Jahr verstößt gegen das Versammlungsgesetz und ist damit strafbar. Dies meinen zumindest Staatsanwaltschaft und Gericht in Münster. Erster Landgerichtstermin am 22.09.

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Jungle World über Demonstrationsfreiheit von Abtreibungsgegner_innen

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts darf vor Kliniken gegen Schwangerschaftsabbrüche demonstriert werden. In Münster werden derzeit diejenigen kriminalisiert, die gegen die antifeministischen »Lebensschützer« auf die Straße gehen.

In der Jungle World vom 29.07. berichtet Matthiar Lehnert über das BVerfG-Urteil, nachdem vor Kliniken gegen Schwangerschaftsabbrüche demonstriert werden darf. Er geht dabei auch ausführlich auf die Repression gegen die Gegendemonstrant_innen gegen den 1000Kreuze-Marsch in Münster 2009 ein. Den kompletten Artikel findet ihr hier (klick).

Erneuter Freispruch im Jugendgericht

Am Montag dem 12.07.2010 fand einer der letzten Jugendprozesse statt. Der Angeklagte wurde sowohl von dem Vorwurf der Versammlungssprengung, als auch von dem Vorwurf eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben, freigesprochen.
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Veranstaltung: Was haben „1000Kreuze für das Leben“-Märsche in Münster mit dem Versammlungsrecht in eurer Stadt zu tun?

Es ist endlich soweit: Es gibt eine Veranstaltung zu den ganzen juristischen Tiefschlägen in Münster um den 1000 Kreuze Marsch 2009 und zu der Entwicklung des Versammlungsrechts bundesweit gesehen, die auf Tour gehen will. Falls ihr die Veranstaltung gerne auch bei euch in der Stadt haben möchtet, so schreibt uns eine Mail, wir finden sicher einen Termin. In Berlin, Bielefeld, Bremen und Münster wir die Veranstaltung in jedem Fall in der nächsten Zeit zu sehen sein. Weitere Städte sind geplant.

Hier der vorläufige Ankündigungstext: … (mehr…)

Geschützt: O.B. (intern)

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Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:

Die Aktivitäten der evangelikalen Bewegung innerhalb der BRD

Text der Gruppe gr*i*p

gr*i*p (group in progress) ist eine Veranstaltungsgruppe mit queer-feministischem Anspruch. Wir sind weiblich sozialisierte Personen, die sich zusammen getan haben, um in Hamburg kulturelle und politische Veranstaltungen zu organisieren. Damit möchten wir der geschlechtsspezifischen Rollenverteilung und dem Heterosexismus innerhalb und außerhalb der linken Subkultur emanzipatorische Theorie und Praxis entgegensetzen. In progress meint, dass wir uns weiterentwickeln wollen, indem wir auch unsere eigenen Inhalte reflektieren.
http://www.myspace.com/gr.i.p

Einleitung
Der folgende Text basiert auf der ersten Veranstaltung von gr*i*p, die im Januar 2010 in der roten Flora unter dem Motto „Post-Anti-Weihnachtsabend“ stattfand. Sich kritisch allgemein mit Religion auseinanderzusetzen ist nicht Gegenstand dieses Textes, aber durchaus notwendig, um das reaktionäre, häufig antiemanzipatorische Potential von Religion insgesamt sichtbar zu machen und sich dem kritisch entgegenzustellen. Hier soll es jedoch darum gehen, aufzudecken an welchen Stellen Christ_innen aktiv Politik machen und so gesellschaftlich Einfluss nehmen. Im Fokus stehen die Aktivitäten der evangelikalen Bewegung innerhalb Deutschlands.
Bezüglich unserer Recherche ist zu sagen, dass wir uns vor allem auf Informationen aus dem Internet beziehen, weniger auf wissenschaftliche Publikationen.
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Christival – Prozesse in Bremen

In Bremen findet am 10.06. der zweite Prozesstermin gegen den Polizeieinsatz während des Christivals 2008 statt. Damals verhinderte die Polizei mit Faust- und Schalgstockeinsatz eine kritische Protestaktion. Die Demonstration startet um 18h am Marktplatz in Bremen.
Hier findet ihr den Flyer zur Demonstration.

Weitere Infos sind unter Antirep25 zu finden.

Prozesserklärung 29.04.

Wir dokumentieren an dieser Stelle die heute im Gericht verlesene Prozesserklärung eines Angeklagten:

Ich erkläre hiermit, dass ich am 14. März 2009 gegen die christlich fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen meine politische Meinung öffentlich und in unmissverständlicher Form geäußert habe.
 
Ich bereue diese Handlung in keinster Weise und werde mich daher auch nicht davon distanzieren oder dafür entschuldigen. Im Gegenteil – ich finde es auch im Nachhinein richtig. Aufgrund der Positionen, die die Abtreibungsgegner_innen vertreten, halte ich es für notwendig, diese nicht unwidersprochen zu lassen.
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Prozessmarathon geht weiter

Über 40 Hauptverhandlungen wurden mittlerweile geführt. Mehr als 20 davon vertagt, weil die Polizei/die Staatsanwaltschaft/das Gericht nicht in der Lage waren ihre Arbeit zu erledigen: Beweise für oder gegen die Angeklagten VOR dem Prozess zu sammeln und danach auch den Akten beizulegen. Wie sich in einem Rechtsstaat verteidigt werden soll, wenn nicht alle Beweise zu den Akten gelegt werden, konnte bisher noch niemand erklären. Immerhin kam es dann diese Woche mal zu Verhandlungen und Urteilen.
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Piusbruderaufmarsch gegen Abtreibung in Freiburg

„Lebensschutz“ haben sich nicht nur die EuroProLifer_innen auf die Fahnen geschrieben, sondern auch die ganz weit rechts stehende Piusbruderschaft. Zum wiederholten Mal wollen sie am 26.03. in Freiburg aufmarschieren. Auch da hat sich ein Bündnis [link] gebildet, was diesen reaktionären Aufmarsch nicht einfach laufen lassen will.

Hier der Aufruf:

Gegen die Piusbrüder und ihre mittelalterliche Ideologie!
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PM: Ermittlung findet im Gericht statt

Gegen RepressionHeute (18 März 2010) fand ein weiterer Prozess gegen eine angeblich Beteiligte der Gegenproteste gegen den Aufmarsch fundamentalistischer Abtreibungsgegner am 14. März 2009 statt. Die Verhandlung wurde vertagt, weil trotz Antrag des Gerichts selber die in den Prozessakten vermerkten Polizeivideos nicht vorlagen.
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Flop für „1000 Kreuze“ – Erfolgreiche Gegendemonstration für das Selbstbestimmungsrecht der Frau

Am Samstag, den 13. März versammelten sich rund 200 Demonstrant_innen für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht der Frau am Rathaus und auf dem Domplatz. Anlass war ein angekündigter „1000 Kreuze Marsch“ der evangelikalen Organisation „EuroProLife“, die mehrmals im Jahr derartige Märsche „gegen Abtreibung“ in verschiedenen Städten Deutschlands durchführt. Den Gegendemonstrant_innen gelang es, den christlich-fundamentalistischen Marsch über die gesamte Strecke kritisch und vielfältig kreativ in einem Ausmaß zu begleiten, dass von den selbst ernannnten nur knapp 100 „Lebensschützer_innen“ stellenweise kaum noch etwas zu sehen und zu hören war. Mit ausschlaggebend hierfür war auch, dass sich die Anzahl der marschierenden „Lebensschützer_innen“ im Vergleich zum letzten Jahr halbiert hatte.

Vielfältiger Protest
am Roggenmarkt
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13.03.10: nächster 1000 Kreuze Marsch

Für den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper – Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch!

Zum wiederholten Mal wollen am 13. März 2010 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen ab 15:30Uhr unter dem Motto „1000Kreuze für das Leben“ vom Domplatz aus durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen (übrigens eine Zahl, die laut des statistischen Bundesamtes weit übertrieben ist). Bereits im letzten Jahr organisierte sich vielfältiger Protest gegen diese Prozession und auch in diesem Jahr soll jene aus den folgenden Gründen reaktionäre Position nicht unwidersprochen bleiben.
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04.03.2010: 1x Freispruch 3x Einstellung ohne Auflagen

Am Donnerstag, den 04.03. fanden erneut Prozesse vor dem Amtsgericht Münster gegen die GegendemonstrantInnen des 1000Kreuze Marsches vom März letzten Jahres statt. Der Vorwurf lautete erneut: Versammlungssprengung.
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Vorverurteilung vor Gericht ?!

Prozess gegen die KritikerInnen des 1000-Kreuze-Marsches musste vertagt werden, da das Gericht völlig unerwartet keine ZeugInnen geladen hatte.

Der erste Prozesstag:
Am Dienstag, den 02.03.2010 wurde vor dem Amtsgericht Münster einer der ersten Prozesse nach Erwachsenenstrafrecht eröffnet.
Wie geplant kamen zahlreiche Menschen aus verschiedenen Städten um die Angeklagten mit ihrer Solidarität und Anwesenheit zu unterstützen, die Öffentlichkeit über ihre Motivation, gegen die 1000 Kreuze Märsche Position zu beziehen, zu informieren und das unverhältnismäßig harsche, juristische Vorgehen gegen die Angeklagten zu kritisieren.
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Die Prozesse beginnen – erste Verhandlung nach Erwachsenenstrafrecht

Im März 2009 demonstrierte die Organisation EuroProLife mit zahlreichen AnhängerInnen gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen auf den Abbruch einer Schwangerschaft. Vertreten wurden zusätzlich unter anderem den NS relativierende Positionen, wonach durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche „schlimmer“ seien als die Vernichtung des europäischen Judentums. Insgesamt lassen sich in dieser Organisation und dem Dunstkreis der AnhängerInnen reaktionäre, frauenverachtende, homophobe, antisemitische und rassistische Einstellungen ausmachen (für eine genauere Beschreibung siehe Flyer unter „Material“).
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Vorbereitungstreffen gegen erneuten 1000 Kreuze Marsch

Erneut wollen fundamentalistische Christ_innen mit weißen Holzkreuzen am 13. März durch Münster marschieren um ihrem reaktionären Menschen- und besonders Frauenbild Ausdruck zu verleihen (http://europrolife.com/147-0-News.html). Immer wieder versuchen evangelikale Gruppen (nicht nur) in Deutschland rechtlich gegen Abtreibungen, Homoehe und andere in ihren Augen unchristliche Machenschaften vorzugehen. Leider gewinnen sie immer mehr an Einfluss.
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Veranstaltung: abortion democracy (Film + Diskussion)

Dienstag 12.01.2010, 19:00 Uhr, cinema münster, warendorfer straße 45-47

Sarah Diehls Dokumentarfilm vergleicht die politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen bzgl. des Schwangerschaftsabbruchs in Polen und Südafrika.
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18.12., 19 Uhr, Baracke: Soliversteigerung

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Offener Brief ans Bistum Münster

Warum gestattet das Bistum Münster einer Organisation mit rechtsextremen Tönen die Nutzung der Aegidiikirche? – Offener Brief an Herrn Dr. Genn, Bischof von Münster, mit einer Kopie des Briefes an die regionale und überregionale Presse und an kirchliche und soziale Einrichtungen
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Flyer veröffentlicht

Wir haben einen Flyer zu unserer Kritik an Euro-Pro-Life und dem 1000-Kreuze-Marsch veröffentlicht. Er kann unter dem Reiter „Materialien“ in zwei PDF-Dateien heruntergeladen und vervielfältigt werden.

Protest gegen christliche Fundamentalisten hat ein Nachspiel

In den letzten Wochen erhielten knapp 110 Personen eine Mitteilung, dass ein Ermittlungsverfahren wegen vermeintlicher Versammlungssprengung gegen sie eingeleitet wurde. Hintergrund dieser Verfahren ist eine christlich-fundamentalistische Demonstration in Münster am 14. März unter dem Titel „Helfer für Gottes kostbare Kinder“. Inhaltlich richtete sich die Demonstration gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und damit für die Aufrechterhaltung einer patriarchalen Gesellschaftsordnung. Diese Position sollte nicht unwidersprochen im öffentlichem Raum stehen bleiben, deshalb entschlossen sich ungefähr 200 Personen die fundamentalistische und frauenverachtende Demonstration kritisch zu begleiten.
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Fundamentalistischer Aufmarsch blockiert

Ein erster Bericht des heutigen Tages

Der für heute, 14. März, in Münster (Westf.) geplante Kreuzzug christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner_innen konnte für 2 Stunden blockiert werden. Ein antisexistisches Bündnis hatte zu kreativen Gegenprotesten geladen.

Es lief von Anfang an nicht segensreich für die selbsternannten “Lebensschützer” aus Münster und anderen Teilen der Republik, mobilisiert durch die christlich-fundamentalistische Organisation “Euro Pro Life”. Hatte die lokale Presse beim letztjährigen Kreuzzug noch 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt, waren es in diesem Jahr vielleicht 200.
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