Archiv für Februar 2011

Fundamentalistische Christ_innen abschirmen!

Für den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper – Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch!

Zum wiederholten Mal wollen am 12. März 2011 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen ab 14.30 Uhr unter dem Motto „1000Kreuze für das Leben“ durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen (übrigens eine Zahl, die laut des statistischen Bundesamtes weit übertrieben ist). Bereits in den letzten 2 Jahren organisierte sich vielfältiger Protest gegen diese Prozession und auch in diesem Jahr soll jene aus den folgenden Gründen reaktionäre Position nicht unwidersprochen bleiben.

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Soliwochenende in Bremen

In Bremen gibt es am 04./05. März ein Soliwochenende für die Münsteraner und Bremer Prozesskosten.

Start ist Freitag 20h mit dem münsteraner Vortrag zu 1000 Kreuze Märschen im Infoladen HB.
Samstag geht es im Sielwallhaus weiter:
ab 15h „Solidarität isst eine Waffel“ Kaffee, Tee, Kuchen
16h Vortrag „trans* – transphobie – trans*support“ mit Leuten von „w.i.r. – linksradikale Trans*Vernetzung NRW
und ab 22h „Criminal Queer Party“ mit Sekt und DJ’s – Come as criminal as you can (dress up)

Soli-Gender-Terror in Mülheim

Am Freitag, dem 4. März, wird die Genderterror wieder die Pforten im AZ öffnen.

Du bist lebisch, schwul, bisexuell, im fortschrittlichen Sinne pervers oder asexuell orientiert? Du definierst Dich als trans*, intersexuell/-geschlechtlich und/oder als Teil der Queer-Community? Dann bist Du hier richtig! Pack Deine Freund_innen ein und rocke die Nacht zu einer gewohnt guten Mischung aus indiedüsterelektroalternativerockpunkpop.

Der Eintritt ist diesmal mit 2,- Euro etwas teurer. Dafür gehen die gesamten Einnahmen (abzüglich des Anteils, der ans AZ geht) nach Münster, um die Repressionskosten der Gegner_innen des christlich-fundamentalistischen “1000-Kreuze-Marsches” bezahlen zu können. Weitere Informationen zu den homophoben und sexistischen Christ_innen und den Verfahren gegen die Queer-Aktivist_innen findet Ihr auf http://gegen1000kreuze.blogsport.de.

Sexismus, Homo- & Transphobie, Mackertum, Rassismus, Antisemitismus und andere ausgrenzende Scheiße hat bei uns (und überall) nichts zu suchen. Sollte Euch trotzdem solch ein Verhalten auffallen oder betreffen, wendet Euch an die Leute hinter der Kasse oder der Theke. Dort werdet Ihr Unterstützung finden!

Vormerken könnt Ihr Euch schon mal den 25. März, an dem die Genderterror Euch ein Konzert mit Respect my Fist und Shoyu Squad präsentieren wird. Weitere Infos folgen.

Genderterror: 4.3.2011
Start: 22 Uhr
Eintritt: 2,-
Ort: AZ Mülheim
http://genderterror.de

PM: Alle Jahre wieder…


*1000Kreuze Marsch wird auch dieses Jahr nicht unbehelligt durch die Stadt ziehen können*

Am Montag veröffentlichte EuroProLife den 12.03.2011 als Termin für den diesjährigen 1000 Kreuze Marsch in Münster.
Das Bündnis „Gegen 1000 Kreuze“ reagierte sofort und kündigte unter dem Motto „Fundamentalistische Christ_innen ‚abschirmen‘ – Kreative Störaktionen gegen den 1000Kreuze Marsch“ Proteste an.

Seit 2006 findet der Marsch  von EuroProLife neben München und Fulda u.a. auch in Münster statt.
Bereits 2009 und 2010 trafen die Kreuzträger_innen auf Protestierende die laut ihren Unmut gegen das von ihnen geforderte komplette Verbot von Schwangerschatsabbrüchen deutlich machten. „EuroProLife geht es nicht nur um Schwangerschaftsabbrüche, sie sehen auch Verhütung und Homosexualität und jedes andere von ihrer Norm abweichende Verhalten als nicht mit der Bibel vereinbar und daher bekämpfenswert an. Diese mittelalterlichen Positionen gehören in den Geschichtsunterricht, aber nicht auf die Straße,“ so Rita Tramm, Sprecherin des Bündnisses.
Immer wieder lockt die als Prozession (Gebetszug) getarnte Demonstration auch Neonazis an. 2010 nahm beispielsweise der damalige Bezirksbeauftragte der JN (Jungen Nationaldemokraten) des Münsterlandes Marcel Huesmann mit seinen Kameraden teil. Tramm: „Verwunderlich ist die Beteiligung von Neonazis nur auf den ersten Blick, sind doch die Avancen nach rechts außen seitens der selbsternannten ‚Lebensschützer‘ ziemlich deutlich. Sowohl in ihrer sehr rigiden Sexualmoral, als auch in ihrem sehr konservativen Rollenverständnis.“ Auch personell gibt es durchaus Anknüpfungspunkte. 2009 war Klaus Günter Annen ein willkommener Gast von Anmelder Wolfgang Hering und Co. Annen ist seit Jahren bekannt für seine Anti-Abtreibungs-Proteste vor Kliniken. Er erhielt mehrere Anzeigen wegen Beleidigung, weil er Ärzten und Frauen vorwirft sich am „Babycaust“ zu beteiligen. Auf der gleichnamigen Homepage (Babycaust.de) stellt er heraus, dass er Abtreibungen für die „Steigerungsform der grausamen Verbrechen“ des Holocausts hält. Er schreibt unter anderem für kreuz.net – ein Opus Dei nahestehendes Onlineportal – und die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit. Auch Felizitas Küble, Leiterin des Christopheruswerkes Münster und ehemalige Betreiberin des fundamentalistischen, ebenfalls in Münster ansässigen „Komm-Mit Verlages“, jährliche Teilnehmerin des 1000Kreuze Marsches, ist Autorin der JF.
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