Grußwort vom Bündnis »‘Marsch für das Leben‘ – What the Fuck!« in Berlin

Liebe Genoss_innen und Freund_innen,

wir vom Bündnis gegen den »Marsch für das Leben« in Berlin haben ein Problem. Ein Problem, das Ihr in Münster auch habt: christliche Fundamentalist_innen. Und diese meinen auch noch mit unverfrorener Dreistigkeit, sie könnten sich unwidersprochen den öffentlichen Raum nehmen, um ihre frauenfeindliche Kackscheiße zu verbreiten. Doch wer das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihren Körper einschränken will, wird damit leben müssen, auf feministischen Gegenwind zu stoßen. Wer
anderen Menschen vorschreiben will, wie sie zu leben und wen sie zu lieben oder besser: wen sie nicht zu lieben haben, muss damit rechnen, wütenden Frauen, Queers, Transmenschen, Lesben und Schwulen gegenüberzustehen.
Demo 09. März 2013

In Berlin haben wir es durch unseren bunten, lauten und entschlossenen Widerstand gegen den Aufmarsch der Fundamentalist_innen immerhin geschafft, dass sie nicht mehr die dreiste Lüge verbreiten, in Deutschland würden jeden Tag 1.000 Kinder abgetrieben, auf die sie mit ihrem Motto »1.000 Kreuze für das Leben« angespielt haben. Das ist zwar gut, aber nicht genug. Wir blicken jedoch in jedem Fall optimistisch in die Zukunft. Denn wenn wir den Aufmarsch schon nicht dauerhauft verhindern können, ist es doch jedes Mal ein Heid_innenspaß die Christ_innen mit Dildos, Kondomen und gleichgeschlechtlichen Küssen zu nerven. Wir wünschen Euch viel Mut und Kraft, dass auch Ihr den Christ_innen die Hölle heiß macht.

Bis die Scheiße aufhört!
Solidarische Grüße aus Berlin.